Soziale Medien könnten zu rückläufigen Geburtenraten in Schweden beitragen

Schwedens Geburtenrate ist auf Rekordtief, und ein neuer Teilergebnisbericht der Regierungsuntersuchung deutet auf soziale Medien als möglichen Faktor hin. Die Untersuchung, die im Juli 2025 gestartet wurde, prüft, warum der Kinderwunsch abnimmt. Experten heben unrealistische Erwartungen und eine düstere Weltanschauung in sozialen Medien als mitwirkende Ursachen hervor.

Soziale Medien als Faktor bei rückläufigen Geburtenraten Seit 2010 sinkt die Zahl der Geburten in Schweden fast jedes Jahr und erreicht historisch niedrige Werte. Im Juli 2025 startete die Regierung eine Untersuchung, um den Trend zu verstehen und umzukehren. Die Untersuchung wird von Åsa Hansson, außerordentlicher Professorin für Wirtschaft an der Universität Lund, geleitet. Ein kürzlich veröffentlichter Teilergebnisbericht, zuerst von P3 Nyheter berichtet, deutet darauf hin, dass soziale Medien ein mitwirkender Faktor sein könnten. Er beschreibt, wie Plattformen durch Bilder von anderen «fantastischen Leben» unrealistische Erwartungen erzeugen, während sie negative und konfliktbeladene Weltbilder verbreiten. – Ein weiterer Faktor ist die Sorge und Unsicherheit über die Zukunft, in der soziale Medien sowohl dunkle und konfliktbeladene Bilder unserer Gegenwart und Zukunft verbreiten als auch Bilder eines fantastischen Lebens, das selten mit dem Alltag übereinstimmt, den die meisten von uns leben, sagt Åsa Hansson. Der Bericht nennt parallele gesellschaftliche Veränderungen wie zunehmende psychische Probleme, Misstrauen gegenüber der Wissenschaft und politische Polarisierung. Diese erhöhen die Risiken, Kinder in einer unsicheren Welt zu bekommen, einschließlich geopolitischer Bedrohungen, Klimarisiken, Unsicherheiten bei Jobs, Wohnen und Beziehungen. – Es ist sehr schwierig, empirisch die Zusammenhänge zwischen sozialen Medien und Geburten zu sortieren und einen kausalen Zusammenhang nachzuweisen. Hier ist mehr Forschung nötig, sagt Hansson. In Södertälje, wo SVT Einwohner interviewte, sind die Ansichten nuancierter. Viele erkennen den Einfluss sozialer Medien an, betonen aber persönliche Entscheidungen. – Soziale Medien können beeinflussen, aber ich schaue auf mich selbst, ich will keine Kinder nur deswegen haben, sagt Patrick Alw. Die Untersuchung untersucht weiter Hypothesen, da die Forschung noch keine überzeugende Erklärung gefunden hat.

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