Südafrika hat seine Nationale Strategie zum Elefanten-Erbe für den Zeitraum 2026 bis 2036 vorgestellt. Der Plan definiert Elefanten als Teil des nationalen Erbes und wirft zugleich Fragen zu den Managementansätzen auf.
Die Strategie wurde im vergangenen Monat veröffentlicht und steht im Einklang mit bestehenden Richtlinien zur biologischen Vielfalt. Sie zielt darauf ab, alle Elefanten als kollektive nationale Herde zu verwalten und dabei Naturschutz, kulturelle Werte und wirtschaftliche Möglichkeiten zu integrieren. Ende 2024 gab es in Südafrika etwa 44.000 Afrikanische Steppenelefanten. Das Dokument fördert lebendige Landschaften, die Schutzgebiete, landwirtschaftliche Betriebe und kommunale Flächen miteinander verbinden. Es wurden Bedenken hinsichtlich der Vorschläge zur Bestandsregulierung von Elefanten in den Reservaten KwaZulu-Natal und Madikwe geäußert. Professor Rob Slotow merkte an, dass Flexibilität bei den Normen und Standards den Schutz des Tierwohls schwächen könnte. Ein Gerichtsverfahren zur rechtlichen Definition des Tierwohls im Biodiversitätsrecht dauert noch an. Die EMS Foundation äußerte die Sorge, dass die Strategie Elefanten hauptsächlich als wirtschaftliche Vermögenswerte betrachtet.