Drei ehemalige Mitarbeiter des Kruger-Nationalparks wegen Nashornwilderei verurteilt

Am 10. April 2026 verurteilte das Regionalgericht Skukuza Nyiko Gumede, Nomsa Ndlovu und Ludwick Mhlaba, ehemalige Angestellte des Kruger-Nationalparks, wegen der Tötung eines Nashorns und der Verschwörung zum Schmuggel von dessen Horn. Der Fall aus dem Jahr 2021 beruhte auf einer Lockvogelaktion, nachdem Ranger Beweise an einem Wildereitatort gefunden hatten. Die Urteilsverkündung wurde auf den 24. April vertagt; es droht eine Mindeststrafe von zehn Jahren Haft.

Das Regionalgericht Skukuza verurteilte die drei am Freitag aufgrund von Anklagepunkten, die auf einen Vorfall im Jahr 2021 im Parkabschnitt Skukuza zurückgehen. Ranger waren auf Schüsse aufmerksam geworden und entdeckten den Kadaver eines getöteten Breitmaulnashorns sowie frisch abgetrennte Hörner, ein Mobiltelefon und eine Schusswaffe.

Ein Anruf von dem Mobiltelefon führte die Ermittler zu Gumede. Die Polizei gab sich als Käufer für die Hörner aus und inszenierte eine Lockvogelaktion, die zur Festnahme von Gumede, Ndlovu und Mhlaba führte. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten Gumede und Ndlovu als Wachleute an den Parkeingängen, um nach Wilderern zu suchen, während Mhlaba für die Instandhaltung der SANParks-Fahrzeuge zuständig war.

Die Angeklagten behaupteten, sie seien von Kollegen hereingelegt worden, was Staatsanwalt Lot Mgiba während des Kreuzverhörs jedoch infrage stellte. Richter MJ Ngobeni entschied, dass der Staat den Fall zweifelsfrei bewiesen habe, und wies darauf hin, dass die Angeklagten nach der Aktion an einem Polizeifahrzeug vorbeigefahren seien, ohne anzuhalten, was sie bei Unschuld getan hätten.

Monica Nyuswa, Sprecherin der National Prosecuting Authority, erklärte: „Sie waren mit der Pflicht betraut, die Tierwelt zu bewahren und zu schützen.“ Der investigativen Journalist Julian Rademeyer kommentierte: „Immer wieder decken Ermittlungen ein gewisses Maß an Beteiligung von Insidern auf – sei es durch Zugangsberechtigungen, Informationen oder direkte Teilnahme.“

Die Urteilsverkündung ist für den 24. April angesetzt. Ein separates Verfahren gegen den ehemaligen Ranger Rodney Landela und den Techniker Kenneth Muchocho wegen eines Wildereifalls aus dem Jahr 2016 läuft derzeit ebenfalls vor demselben Gericht.

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