Stellenstreichungen an hochschulen in NRW befürchtet

Die Universitäten in Nordrhein-Westfalen fürchten spürbare Einschnitte durch Kürzungen in der Grundfinanzierung. Die Landesregierung plant, 120 Millionen Euro einzusparen, was vor allem das Personal betrifft. Studierende warnen vor Verschlechterungen der Studienbedingungen.

Die anstehenden Beratungen zum Landeshaushalt 2026 im nordrhein-westfälischen Landtag, die ab Mittwoch beginnen, sorgen für Unruhe an den Hochschulen. Die schwarz-grüne Landesregierung will die Grundfinanzierung der Universitäten um 120 Millionen Euro kürzen, was etwa 2,3 Prozent der geplanten fünf Milliarden Euro für 2026 ausmacht. Diese Maßnahme trifft besonders die Personalstrukturen, wie Johannes Wessels, Rektor der Universität Münster und Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz in NRW, der Rheinischen Post mitteilte.

Wessels betonte: «Mittelfristig schlagen die Kürzungen vor allem auf die Personalstruktur durch – bei Professuren ebenso wie beim wissenschaftlichen Mittelbau, hier insbesondere bei den befristeten Beschäftigungsverhältnissen». Er warnte, dass der Personalmangel die Betreuungsrelationen, Lehrkapazitäten und Studienangebote beeinträchtigen werde. Zudem müssten Servicebereiche wie Studienberatung, Internationalisierung und IT-Sicherheit zurückgefahren werden. Da die Gelder bereits zum 1. Januar 2026 entfallen, planen einige Hochschulen, Bauvorhaben zu verschieben, Investitionen zu stoppen und Forschungsvorhaben zu verzögern.

Die Kritik kommt auch von den Studierenden. Katrin Greiner vom nordrhein-westfälischen Landes-Astentreffen sagte: «Wir verlieren Posten für studentische Hilfskräfte und wissenschaftliche Mitarbeitende». Sie fürchtet mehr Studierende pro Seminar und Einschränkungen bei Beratungsangeboten, die vor allem Studierende aus nicht-akademischen Familien benachteiligen könnten: «Das trifft am härtesten die, die nicht aus einem akademischen Haushalt kommen.» Die Hochschulen äußern seit Wochen Bedenken gegen diese Sparpläne.

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