Der ehemalige Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger äußerte sich skeptisch zur Entscheidung des Teams, in der dritten Runde des NFL Draft 2026 den Penn-State-Quarterback Drew Allar auszuwählen, und bevorzugt stattdessen den 2025er-Pick Will Howard. Andere Stimmen betonen hingegen Allars Potenzial unter dem neuen Trainer Mike McCarthy in einem hart umkämpften Quarterback-Raum.
Allar, ein physisch beeindruckender Quarterback mit einem starken Wurfarm, aber Defiziten bei der Beinarbeit, der Entscheidungsfindung und der Leistung in großen Spielen, stößt zu einer Pittsburgh-Quarterback-Gruppe, der auch der in der sechsten Runde 2025 gedraftete Will Howard von der Ohio State, Routinier Mason Rudolph und möglicherweise Aaron Rodgers angehören. Die Steelers hatten Allar nach einem offiziellen Interview beim Combine zu einem Top-30-Besuch eingeladen, bei dem er gemeinsam mit Cheftrainer Mike McCarthy und GM Omar Khan Videomaterial analysierte und Spielzüge besprach. Allar bezeichnete diese Combine-Sitzung als seine 'schwerste', aber auch 'unterhaltsamste'.
Roethlisberger sagte in seinem Podcast, Allar sei trotz seiner Anlagen 'nie besonders aufgefallen', und stellte ihn Howard gegenüber, der 'auf dem Videomaterial sofort herausstach'. Analyst Bucky Brooks äußerte sich optimistisch und setzt auf McCarthys Expertise in der Quarterback-Entwicklung: 'Ich bin bereit, das Risiko einzugehen und darauf zu wetten, dass der neue Quarterback der Pittsburgh Steelers jemand wird, der in dieser Liga letztendlich startet und Erfolg hat.'
Der ehemalige NFL-Spieler Jeremiah Sirles bezeichnete Howard als 'schrecklich' und sprach sich für Allar als Starter aus, während der ehemalige GM Doug Whaley andeutete, dass Howard angesichts des Drucks, sofort gewinnen zu müssen, 'den Kürzeren ziehen' könnte. Gerry Dulac von der Pittsburgh Post-Gazette nannte Allar 'McCarthys Wunschspieler' und merkte an, dass die Quarterback-Pläne für den Draft 2027 nach der Bewertung von Howard und Allar noch 'festzulegen' seien.