Die Pittsburgh Steelers haben den Quarterback Drew Allar von der Penn State University mit ihrem ersten Pick in der dritten Runde des NFL Drafts 2026 ausgewählt. Das Team setzt damit die Suche nach einem Nachfolger für Ben Roethlisberger fort, der nach der Saison 2021 zurückgetreten war. Experten reagierten unterschiedlich auf die Entscheidung in einem Draft-Jahrgang, der wenig Elite-Talente auf der Quarterback-Position aufweist.
Pittsburgh hat die Quarterback-Position in den letzten Jahren mit Veteranen überbrückt, verfügt jedoch über keine langfristige Lösung. Die Steelers nutzten einen ihrer 12 Draft-Picks für Allar in der Hoffnung, dass sich seine körperlichen Voraussetzungen und sein hohes Potenzial unter dem neuen Trainer Mike McCarthy auszahlen. McCarthy hat in seiner Karriere bereits erfolgreich Quarterbacks entwickelt, darunter Joe Montana, Brett Favre und Aaron Rodgers. Zudem verhalf er Matt Hasselbeck und Aaron Brooks zu Rollen als Starter. Draft-Analyst Todd McShay äußerte in seinem Podcast Vorbehalte gegenüber Allar: „Drew Allar muss noch an sich arbeiten“, so McShay. „Ich hätte Will Howard Drew Allar vorgezogen. Aber sie sehen etwas in ihm, und wer bin ich, dass ich behaupte, sie lägen falsch? Wenn Mike McCarthy glaubt, er habe das Rüstzeug, um das zu korrigieren, dann unterstütze ich das.“ McShay wies auf Allars Inkonstanz hin, verglichen mit Howards besserer Präzision und stabilerer Leistung. Analyst Frank Schwab äußerte sich im Podcast „Inside Coverage“ kritischer: „Picks für Quarterbacks in den mittleren Runden sind im Allgemeinen Zeitverschwendung“, sagte Schwab. „Wenn Drew Allar das Zeug dazu hätte, wäre er in diesem wirklich sehr schwachen Draft nicht in der dritten Runde noch verfügbar gewesen.“ Er verglich die Strategie mit dem Kauf von Lotterielosen, räumte jedoch ein, dass es Erfolgsgeschichten wie Jalen Hurts und Brock Purdy gibt. Beide Experten betrachten Allar als ein Entwicklungsprojekt, das wahrscheinlich nicht am ersten Spieltag in der Startformation stehen wird.