Stephanie Frappart wird erste Schiedsrichterin bei Männer-WM

Die Französin Stephanie Frappart schreibt Geschichte als erste Frau, die ein FIFA-Männer-WM-Spiel leitet. Sie ist für das Gruppenspiel E zwischen Deutschland und Costa Rica vorgesehen und führt ein komplett weibliches Schiedsrichterteam an. Dieser Meilenstein unterstreicht die wachsende Einbindung von Frauen ins Fußballschiedsrichtertum.

Stephanie Frappart, eine 38-jährige Schiedsrichterin aus Frankreich, steht kurz davor, neue Wege in der FIFA-WM zu gehen, indem sie das Gruppenspiel E zwischen Deutschland und Costa Rica leitet. Es wird das erste Mal sein, dass eine Frau ein Männer-WM-Spiel pfeift, und das erste Mal, dass ein komplettes Schiedsrichterteam – bestehend aus Frappart als Hauptschiedsrichterin sowie Assistentinnen Neuza Back aus Brasilien und Karen Diaz Medina aus Mexiko – komplett weiblich ist. Die Ernennung erfolgt inmitten allmählicher Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen am Fußballschiedsrichtertum. In den letzten 25 Jahren haben sich die Veränderungen seit der FIFA-Frauen-WM 1999 beschleunigt, bei der 31 Schiedsrichterinnen im Einsatz waren, und den Olympischen Spielen 2000, bei denen Frauen alle Fraenspiel leiteten. Weibliche Schiedsrichterinnen haben seither in großen Männerrligen wie der englischen Premier League, der deutschen Bundesliga und der französischen Ligue 1 an Prominenz gewonnen und wurden für ihre Kompetenz und Gelassenheit unter Druck gelobt. Frappart ist eine Pionierin dieses Wandels. Sie leitete letztes Jahr das Finale der Frauen-WM und erzielte mehrere Durchbrüche: Sie war die erste Frau, die ein Männer-UEFA-Champions-League-Spiel zwischen Juventus und Dynamo Kyiv 2020 leitete, die erste bei einem Männer-WM-Qualifikationsspiel und fungierte als vierte Schiedsrichterin im WM-Spiel 2022 zwischen Mexiko und Polen – dem Debüt einer Frau bei der WM. Diese Entwicklung unterstreicht das Engagement der FIFA für Geschlechterinklusion im Fußball und widerlegt frühere Vorstellungen, dass Frauen die Intensität des Sports nicht bewältigen könnten. Durch den Einsatz von Frauen bei der WM will der Weltverband breitere Teilhabe und Empowerment fördern und sicherstellen, dass der Sport die gesamte Gesellschaft repräsentiert.

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