Die FIFA hat den Präsidenten des panamaischen Fußballverbandes, Manuel Arias, für sechs Monate gesperrt, weil er eine vorherige Sperre im Zusammenhang mit Fat-Shaming einer Spielerin der Frauen-Nationalmannschaft nicht eingehalten hat. Die Entscheidung fällt nur Tage nach der WM-Qualifikation Panamas für 2026. Arias muss zudem 20.000 Schweizer Franken Strafe zahlen und ist vom WM-Los ausgeschlossen.
Tage nachdem Panama seinen Platz bei der WM 2026 gesichert hat, hat die FIFA eine neue Sperre gegen den Präsidenten des Landesfußballverbandes, Manuel Arias, verhängt, weil er eine frühere Sperre nicht beachtet hat. Der Weltverband teilte mit, dass Arias "von allen fußballbezogenen Aktivitäten für sechs Monate gesperrt" ist, eine Frist, die etwa vier Wochen vor Turnierbeginn in den USA, Mexiko und Kanada endet.
Die jüngsten Sanktionen resultieren aus Arias' Verstoß gegen eine frühere Sechsmonatssperre des FIFA-Ethik-Komitees, die bis Juli 2025 lief. Diese ursprüngliche Strafe folgte auf Arias' öffentlichen Hinweis, dass Marta Cox, eine Starspielerin des panamaischen Frauen-Nationalteams – das sich für die Frauen-WM 2023 qualifiziert hatte – "fett" sei. Der Kommentar fiel nach Kritik von Cox an der Teamaufstellung. Arias räumte seine "unglücklichen" Äußerungen im März 2024 ein.
Während der ersten Sperre sollte Arias von zwei WM-Qualifikationsspielen im Juni und dem Gold Cup in den USA ausgeschlossen sein, der bis Juli dauerte. Die Disziplinarrichter der FIFA gaben keine Details, wie er die Sperre verletzt hat, verhängten aber auch eine Strafe von 20.000 Schweizer Franken, was etwa 25.000 Dollar entspricht. Arias ist vom WM-Los am 5. Dezember in Washington, D.C. ausgeschlossen, an dem US-Präsident Donald Trump teilnehmen soll.
Arias kann gegen die neuen Sanktionen Berufung einlegen. Panama sicherte sich derweil den WM-Platz der Männer mit einem 3:0-Sieg gegen El Salvador am Dienstag, während der frühere Gruppenführer Suriname 3:1 in Guatemala unterlag.