Die FIFA hat dem saudi-arabischen Klub Al-Nassr die Registrierung neuer Spieler untersagt, wirksam ab dem 19. Dezember, wobei das Verbot bestehen bleibt, bis es aufgehoben wird. Die Sanktion, wahrscheinlich aufgrund unbezahlter Ablösesummen für Verteidiger Aymeric Laporte, sorgt für Unsicherheit bei den Januar-Transferplänen des Klubs. Es ist die zweite solche Sperre für Al-Nassr in weniger als zwei Jahren.
Al-Nassr, der Saudi-Pro-League-Klub mit Cristiano Ronaldo, trifft ein neues Transferverbot der FIFA, wie am Freitag im offiziellen Register des Verbands angekündigt. Das Verbot, neue Spieler zu registrieren, begann am 19. Dezember und ist als "bis zur Aufhebung" aktiv, ohne festgelegte Dauer. Diese Unklarheit sorgt in Riad für Besorgnis inmitten der Kaderplanung für die zweite Saisonhälfte.
Das Verbot scheint mit offenen Schulden verbunden, Berichte von Mundo Deportivo sprechen von etwa 9 Millionen Euro, die an Manchester City für den Transfer des Verteidigers Aymeric Laporte im Jahr 2023 ausstehen. Die Zahlungsfrist war der 31. August, woraufhin Laporte im Herbst zu Athletic Bilbao wechselte. Spekulationen um ungelöste Zahlungen aus der früheren Verpflichtung von Ahmed Musa von Leicester City 2018 halten an, obwohl dies zu einem vorherigen Verbot führte, das schnell beigelegt wurde.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Al-Nassr mit solchen Sanktionen konfrontiert ist. Im Juli 2023, kurz nach Ronaldos Ankunft, wurde der Klub wegen ausstehender 390.000 Pfund Leistungsprämien an Leicester für Musa bestraft, der für 14 Millionen Pfund kam. Al-Nassr zahlte rund 2 Millionen Euro und hob das Verbot auf, bevor es mehrere Fenster beeinträchtigte. Weitere saudi-arabische Klubs wie Al Shabab, Damac und Al Riyadh stehen ebenfalls auf der FIFA-Liste.
Trotz Rekrutierungsproblemen bleibt Ronaldo zentral für die Ambitionen von Al-Nassr. Der 40-jährige portugiesische Stürmer erzielte 11 Tore und zwei Assists in 12 Einsätzen diese Saison. Teamkollege Mohamed Simakan lobte seinen Einfluss: "Ich lüge dich nicht an, was er mir in Disziplin, Arbeit und Führung bringt, ist unglaublich. Cristiano gibt mir so viel Rat."
Ronaldos Vertrag läuft bis Sommer 2027, und er hat die WM 2026 als internationales Finale bestätigt. In einem CNN-Interview reflektierte er: "Definitiv ja, weil ich dann 41 Jahre alt bin. Ich fühle mich sehr gut... Genießen wir den Moment, leben wir im Moment." Das nächste Spiel von Al-Nassr ist am 24. Dezember gegen Al-Zawraa in der Gruppenphase der AFC Champions League Two.