Bayern Münchens Flügelspieler Luis Diaz hat eine dreispielige Sperre in der Champions League nach seiner roten Karte gegen Paris Saint-Germain erhalten. Der kolumbianische Stürmer, der beide Tore im 2:1-Auswärtssieg des Bayern am 4. November erzielte, verpasst die kommenden Spiele gegen Arsenal, Sporting CP und Royale Union Saint-Gilloise. Die UEFA wertete den Zweikampf gegen Achraf Hakimi als schweres foulspiel, was Diaz bis Januar außer Gefecht setzt.
Luis Diaz' prägende Leistung beim 2:1-Sieg des Bayern München in der Champions League gegen Paris Saint-Germain am 4. November wurde getrübt, als er kurz vor der Halbzeit eine direkte Rote erhielt. Der 28-jährige Kolumbianer, der ein ersthalbzeitliches Doppelpack schoss, ging gegen den PSG-Rechtsverteidiger Achraf Hakimi hart ins Gericht und verletzte den marokkanischen Nationalspieler mit einer Bänderverletzung am Sprungband. Hakimi fehlt seitdem.
Die UEFA verkündete die dreispielige Sperre am Freitag und klassifizierte den Tackling als schweres Foulspiel. Diaz, der im Sommer von Liverpool zu Bayern gewechselt ist, verpasst das Auswärtsspiel bei Arsenal am 26. November, gefolgt von Heimspielen gegen Sporting CP am 9. Dezember und Royale Union Saint-Gilloise am 21. Januar. Er ist ab dem Auswärtsspiel bei PSV Eindhoven am 28. Januar wieder spielberechtigt.
Bayern hatte mit einer einspieligen Sperre gerechnet. Trainer Vincent Kompany äußerte Enttäuschung über eine mögliche längere Sperre in der Pressekonferenz am Freitag und gab an, dass er erwartet habe, Diaz verpasse nur ein Spiel. Der Verein hat eine schriftliche Begründung bei der UEFA angefordert und plant, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.
Diaz ist in Bestform und traf dreimal in vier Champions-League-Einsätzen diese Saison, darunter das Doppel gegen PSG und ein Tor im 4:0-Heimsieg gegen Club Brugge. In der Bundesliga hat er sechs Tore und vier Assists in zehn Spielen. Bayern führt die Ligaphase der Champions League mit 12 Punkten aus vier Siegen, vor Arsenal und Inter Mailand auf Torverhältnis.
Die Sperre ist ein Rückschlag für die Bayern, öffnet aber Chancen für Spieler wie Serge Gnabry, den Kompany schonen will.