Eine neue Studie zeigt, dass Hitzewellen den bodennahen Ozongehalt in ganz Indien erhöhen und so die Zahl der Herztoten ansteigen lassen. Sie bringt etwa 830 zusätzliche Todesfälle durch Herzerkrankungen und COPD mit den Hitzewellen des Jahres 2024 in Verbindung.
Die am 12. Juni in npj Clean Air veröffentlichte, begutachtete Studie berichtet, dass der bodennahe Ozongehalt in Nordindien während Hitzewellen 85 bis 110 Mikrogramm pro Kubikmeter erreicht und damit landesweit den WHO-Richtwert von 70 Mikrogramm pro Kubikmeter überschreitet.
Die Autoren Parambat Sangeetha und Jayanarayanan Kuttippurath analysierten Daten aus den Jahren 2004 bis 2024. Sie schätzten, dass es während der Hitzewellentage 2024 zu 26.500 ozonbedingten Todesfällen durch ischämische Herzkrankheiten und COPD kam, wobei die Hitzewelle für etwa 830 zusätzliche Todesfälle verantwortlich war.
Den stärksten Anstieg des Ozongehalts verzeichnete der westliche Himalaya, wo der Wert 2024 den WHO-Richtwert um 115 Prozent überstieg. Die Autoren erklärten, dass sich die gekoppelten Hitze- und Ozonextreme verschärfen und dringende integrierte politische Maßnahmen in den Bereichen Klima und Luftqualität erfordern.