Studie belegt: Luftverschmutzung in Indonesien stieg nach Chinas Importverbot für Plastikmüll

Eine Studie der University of Colorado Boulder ergab, dass die PM2.5-Konzentrationen in Indonesien im Zeitraum 2018-2019 im Umkreis offener Mülldeponien um 3,3 Prozent gestiegen sind.

Die im Journal of the Royal Statistical Society Series C Applied Statistics veröffentlichte Studie nutzte Satellitendaten von 356 Standorten. Die leitende Forscherin Ellen Considine führte den Anstieg auf eine erhöhte Menge an Plastikmüll, der nach Indonesien umgeleitet wurde, sowie auf Praktiken der offenen Verbrennung zurück. Wenn einkommensstarke Länder Plastikmüll in Länder mit mittlerem oder niedrigem Einkommen schicken, werde mehr Müll verbrannt, so Considine. Die Analyse isolierte Witterungseinflüsse, um die Auswirkungen der Importe präzise zu messen. Der Anstieg von PM2.5 könnte das Sterberisiko durch Lungenkrebs um etwa 1,9 Prozent und das Risiko für tödliche Infektionen der unteren Atemwege um etwa 3,5 Prozent erhöhen. Die Ergebnisse stützen Indonesiens Maßnahmen zur Verschärfung der Importvorschriften für Plastikabfälle.

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