Eine Umfrage unter 1.366 Studierenden an einer südafrikanischen Universität ergab, dass materielle Sicherheit und psychosoziale Unterstützung – einschließlich eines geringeren Gefühls von Einsamkeit und eines höheren sexuellen Wohlbefindens – dazu beitragen, dass Studierende aufblühen, anstatt lediglich zu funktionieren.
Forschende befragten Studierende an einer öffentlichen südafrikanischen Universität und identifizierten zwei Hauptprofile. Die Gruppe der „Belasteten und Gestressten“ war mit stärkeren finanziellen Engpässen, Ernährungsunsicherheit, Einsamkeit und schwächerer gesundheitsbezogener sozialer Unterstützung konfrontiert. Die Gruppe der „Ressourcenreichen und Unterstützten“ wies bessere Ergebnisse hinsichtlich der psychischen Gesundheit auf. Etwa 66 Prozent der Teilnehmenden hatten eine moderate psychische Gesundheit, 28 Prozent blühten auf und 6 Prozent befanden sich in einem Zustand des emotionalen Kümmerns. Psychosoziale Faktoren wie Lebenszufriedenheit und soziale Bindungen zeigten die stärksten Zusammenhänge mit dem Wohlbefinden. Die Studie stellte zudem fest, dass ein höheres sexuelles Wohlbefinden, definiert als das Gefühl von Sicherheit und Respekt in intimen Beziehungen, mit einer besseren psychischen Gesundheit verbunden war. Die Autoren empfehlen, dass Universitäten strukturelle Unterstützung mit Bemühungen kombinieren, ein Zugehörigkeitsgefühl zu fördern und verschiedene Dimensionen des Wohlbefindens zu adressieren.