Die Superintendencia de Sociedades erhielt eine Mitteilung vom Court of King's Bench of Alberta bezüglich des Insolvenzverfahrens von Canacol Energy und einen Antrag auf Anerkennung in Kolumbien gemäß Gesetz 1116. KPMG als Monitor des kanadischen Verfahrens forderte die Aussetzung von Vollstreckungen gegen Vermögenswerte kolumbianischer Tochtergesellschaften und den Schutz ihrer Betriebe. Superintendent Billy Escobar klärte, dass dies keinen lokalen Prozess einleitet, sondern internationale Kooperationsmechanismen zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität.
Die Superintendencia de Sociedades wurde durch Initial Order vom ehrwürdigen Court of King's Bench of Alberta (CCCA) über das Insolvenzverfahren der Muttergesellschaft Canacol Energy benachrichtigt. Die Behörde erhielt den Antrag auf Anerkennung dieses Verfahrens gemäß Titel III des Gesetzes 1116 von 2006. Canacol hatte zuvor angekündigt, die Anerkennung des in Kanada, den USA und Kolumbien eingeleiteten Umstrukturierungsverfahrens zu beantragen. Diese Woche wurde bekannt, dass der Antrag auch US-Ämter erreicht hat.
KPMG, handelnd als Monitor und ausländischer Vertreter des Hauptverfahrens in Kanada gemäß CCAA, reichte den Antrag über seinen Agenten in Kolumbien ein. Zu den Anträgen gehören: Anerkennung des ausländischen Insolvenzverfahrens; Bestätigung des Status von KPMG als Monitor; Aussetzung von Vollstreckungsverfahren gegen Vermögenswerte von Canacol Energy Colombia S.A.S., Cne Oil & Gas S.A.S., Cantana Energy Sucursal Colombia und Cneog Colombia Sucursal Colombia; Aussetzung von Maßnahmen, die den normalen Betrieb der Schuldner behindern; Erhalt der Bankkonten unter Kontrolle der Schuldner zur Deckung operativer und administrativer Ausgaben; Gültigkeit der genannten Verträge; und Verhinderung von Vollstreckungen realer Sicherheiten zugunsten einzelner Gläubiger zum Schutz des Vermögens.
Die Superintendencia de Sociedades ist die zuständige Behörde zur Homologation von Entscheidungen ausländischer Gerichte, zum Schutz von Vermögenswerten von Gesellschaften in Kolumbien und zur Koordination internationaler gerichtlicher Zusammenarbeit, um eine gerechte Verwaltung grenzüberschreitender Insolvenzen sicherzustellen, die alle Gläubiger und Interessenten, einschließlich des Schuldners, schützt.
Superintendent Billy Escobar betonte: „Dieses Verfahren impliziert nicht die Eröffnung eines lokalen Umstrukturierungs- oder Liquidationsverfahrens, sondern die Durchführung internationaler Kooperationsmechanismen, die die Geschäftskontinuität ermöglichen und die ordnungsgemäße Erledigung der Verpflichtungen der Schuldnergesellschaften erlauben“. Er fügte hinzu: „Die Anerkennung des ausländischen Verfahrens wird es Entscheidungen der ausländischen Behörde ermöglichen, in Kolumbien wirksam zu sein, und gewährleistet die Koordination zwischen Jurisdiktionen sowie den Schutz der Vermögenswerte des Schuldners vor möglichen individuellen Vollstreckungen".