Takaichi wehrt sich gegen auf Aktionäre fokussierte Unternehmen

Premierministerin Sanae Takaichi hat japanische Unternehmen dafür kritisiert, dass sie sich zu sehr auf Aktionäre konzentrieren und dadurch Lohnerhöhungen vernachlässigen. In parlamentarischen Fragen versprach sie, den Corporate-Governance-Code zu überarbeiten, um eine bessere Ressourcenverteilung an Mitarbeiter zu fördern. Die Äußerungen deuten auf einen Abschied von den Politiken hin, die von ihrem Mentor Shinzo Abe vertreten wurden.

Am 14. November 2025 warf Premierministerin Sanae Takaichi in der japanischen Kammer den Unternehmen vor, zu sehr auf Aktionäre zu setzen und zu wenig Kapital in Lohnerhöhungen zu investieren. Die Kommentare könnten Investoren verunsichern, die in diesem Jahr Tokios Aktien auf Rekordhöhen getrieben haben.

„Ich denke, es gab einen Trend zu viel Fokus auf Aktionäre. Ich werde den Corporate-Governance-Code überarbeiten, um Unternehmen zu ermutigen, Ressourcen angemessen nicht nur an Aktionäre, sondern auch an Mitarbeiter zu verteilen“, sagte sie als Antwort auf Fragen zur Erhöhung des Arbeitsanteils am Einkommen.

Die Äußerungen unterstreichen Takaichis Bestreben für fortlaufende Lohnerhöhungen, während die Inflation die Haushaltseinkommen aushöhlt. Sie deuten jedoch auch auf einen Wandel von den Politiken ihres Mentors Shinzo Abe hin, der als Premierminister einen Corporate-Governance-Code einführte, um ernsthaftes Engagement mit Investoren zu fördern und die Rechte von Minderheitsaktionären zu respektieren.

Im Kontext von Löhnen, Inflation und der japanischen Wirtschaft könnten diese Aussagen das Investoren-Sentiment beeinflussen.

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