TaylorMade hat Klage gegen Callaway eingereicht und wirft dem Rivalen vor, eine koordinierte Kampagne zu führen, die Verbraucher mit UV-Licht-Demonstrationen über die Qualität von Golfbällen täuscht. Die Klage behauptet, dass diese Präsentationen Fehlstellen in TaylorMade-Bällen vortäuschen, die die Leistung beeinträchtigen. Beide Unternehmen haben Stellungnahmen abgegeben, die ihre Positionen verteidigen, während der Rechtsstreit weitergeht.
Rechtliche Auseinandersetzungen unter Golfgeräteherstellern sind üblich, doch die neueste betrifft ein scheinbar banales Element: die Farbe von Golfbällen. TaylorMade hat diesen Monat in San Diego im Southern District of California, nahe den Hauptquartieren beider Firmen, Klage eingereicht und Callaway vorgeworfen, eine 'koordinierte Marketingkampagne zur Täuschung von Verbrauchern und Händlern' inszeniert zu haben, basierend darauf, wie Golfbälle unter ultraviolettem (UV-)Licht erscheinen. Die Klageschrift beschreibt eine Verkaufspräsentation eines Callaway-Vertreters, der Bälle beider Marken unter UV-Licht beleuchtete und dunkle Flecken auf dem TaylorMade-Produkt als Beweis für Mängel oder Defizite hervorhob. Ein teilweises Transkript in der Klage vergleicht diese Beschichtungsunterschiede mit Schlamm auf der Ballhülle und impliziert Leistungseinflüsse. TaylorMade wirft zudem vor, dass andere Callaway-Vertreter seine Bälle als 'Schlammbälle' bezeichnet und die Rolle von UV-Licht bei Farbabdeckung und Ballleistung übertrieben hätten. Laut Klage, zuerst von Front Office Sports berichtet, resultieren die visuellen Unterschiede aus UV-Aufheller – einem kosmetischen Zusatz in der Farbe, der 'keine wesentliche Beziehung zu Ballflug, Distanz, Spielbarkeit oder anderen Leistungsmerkmalen' hat. TaylorMade wirft vor, dass diese Taktik über Verkäufer hinaus auf Callaway-Mitarbeiter, Botschafter und Influencer ausgeweitet wurde, und nennt einen Artikel auf einer Golfgeräte-Website als Beispiel unfairer Werbung. Die Klage kritisiert die unkontrollierte Natur von UV-Untersuchungen, die durch Faktoren wie Sonneneinwirkung variieren und inkonsistente Ergebnisse liefern. Ein TaylorMade-Sprecher erklärte: 'Während TaylorMade Callaway und seine Golfprodukte respektiert, sind wir enttäuscht über Callaways Versuch, unfair mit TaylorMade zu konkurrieren. TaylorMade hat diese Klage eingereicht, um Marke und Ruf zu schützen. Wir beabsichtigen, die Behauptungen über unsere Produkte zu widerlegen und Callaway gerichtlich zur Rechenschaft zu ziehen – nicht nur für die Herabsetzung unserer Marke und Produkte, sondern ebenso für die Täuschung der Verbraucher.' Callaway reagierte: 'Wir kommentieren laufende Rechtsverfahren normalerweise nicht, halten jedoch an der Relevanz von UV-Licht-Beobachtungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Beschichtungsmaterialien auf Golfbällen fest und glauben, dass dies marktrelevante Information ist.' Die Produktion von Golfbällen erfordert präzise Ingenieurskunst, von Dimple-Zahlen (348 bis 388) bis zu mehreren Farbschichten, die den Flug beeinflussen. Die wahre Bedeutung von UV-Licht-Tests für die Leistung bleibt umstritten, mit weiteren Details, die voraussichtlich im Gericht ans Licht kommen.