Der Marktteil des Tokyo International Film Festival, TIFFCOM, hat eine Rekordbeteiligung mit 322 ausstellenden Unternehmen erreicht, ein Anstieg von 283 im Vorjahr, während es sich zu einem zentralen Coproduction- und Finanzierungszentrum in Asien entwickelt. Die Geschäftsführerin Ikeda Kaori und CEO Shiina Yasushi skizzierten Pläne zur Stärkung regionaler Bindungen, IP-Adaption und internationaler Zusammenarbeiten durch Seminare und Initiativen wie den Tokyo Gap-Financing Market. Die Veranstaltung betont Japans vielfältiges Content-Ökosystem, von Animation bis Live-Action, inmitten wachsender Nachfrage nach asiatischen Partnerschaften.
Rekordwachstum und strategischer Wandel
TIFFCOM 2025, das parallel zum Tokyo International Film Festival stattfindet, hat bis Anfang Juli fast alle Stände ausverkauft, mit 322 Unternehmen, die sich auf Film, TV, Animation und IP-Geschäfte konzentrieren. CEO Shiina Yasushi hob die Entwicklung des Marktes von einem verkaufsgetriebenen zu einer umfassenden Coproduktionsplattform hervor und sagte: 'Es wird zunehmend als umfassender Markt anerkannt, der Film, Fernsehen, Animation und IP-Geschäfte zusammenbringt. Die Vielfalt japanischer Inhalte und Tokios reiche kulturelle und kreative Energie sind große Stärken.' Das Wachstum dieses Jahres spiegelt einen stärkeren internationalen Schwung wider, mit früheren Tokyo Gap-Financing Market (TGFM)-Projekten, die für große Festivals wie Cannes, Venedig und Berlin ausgewählt wurden.
Fokus auf asiatische Expansion und Coproduktionen
Geschäftsführerin Ikeda Kaori, gestützt auf ihre Erfahrung in Akquisitionen und internationalen Verkäufen, zielt darauf ab, TIFFCOM tiefer in die asiatische Unterhaltungslandschaft zu integrieren. 'TIFFCOM umfasst die gesamte Wertschöpfungskette – von Japans und Asiens reichen IPs bis zu Live-Action-Filmen, Dramen, Animation und sowohl kinematografischen als auch Streaming-Inhalten – und wir streben an, seine Position als wertvoller Markt in Asien zu stärken', sagte sie. Das Seminarprogramm 2025 richtet sich auf Coproduktion, IP-Strategie und asiatische Expansion aus und adressiert Lücken in praktischem Wissen und Netzwerken. Kaori betonte: 'Während die Branche sich weiterhin rasch weiterentwickelt, wächst das Interesse an internationalen Coproduktionen und der globalen Adaption von IP. Allerdings fühle ich, dass ein Mangel an praktischem Wissen und Netzwerken eine Herausforderung bleibt.' Die Sessions werden Experten mit Fallstudien zu Projektentwicklung, Finanzierung und Distribution präsentieren.
Herausforderungen bei IP und Partnerschaften
Obwohl japanische IPs wie Manga und Gaming globalen Appeal haben, bestehen Hürden bei der Rechteverwaltung und Entscheidungsfindung. Kaori bemerkte: 'Häufig genannte Herausforderungen umfassen die Komplexität der Rechteverwaltung für Bibliothekstitel und das langsame Tempo der Entscheidungsfindung in Japan.' Der umbenannte Tokyo IP Market verbindet Rechteinhaber, einschließlich Toei, mit internationalen Produzenten. Shiina betonte ASEAN-Partnerschaften: 'Während wir Partnerschaften mit den rasch wachsenden ASEAN-Ländern stärken, zielen wir darauf ab, Tokio als zentralen Hub im expandierenden asiatischen Content-Ökosystem zu positionieren.' Coproduktionen gelingen durch institutionelle Unterstützung und Vertrauen, wobei Initiativen wie TGFM langfristige Partnerschaften fördern.
Highlight-Projekt: 'Hum' beim TGFM
Unter den Projekten der sechsten Auflage des TGFM wirbt der Sci-Fi-Western 'Hum' von Don Josephus Raphael Eblahan um Finanzierung. Der Film handelt von einem Tierarzt, der mit Tieren kommuniziert, um Nachbeben nach einem Erdbeben vorherzusagen, und erforscht Klimawandel und indigene Identität. Entwickelt in Cannes Residency, Berlinale Script Station und Sundance Native Lab, hat er polnische Coproduktionsfinanzierung und Auszeichnungen von Busan erhalten. Die Produzenten suchen Vertriebsagenten und Investoren, wobei Eblahan sagte: 'Der Film ist eine Meditation über Erdbeben, Umweltkatastrophen und Wetteranomalien im Zeitalter des Klimawandels.'