Das kenianische Finanzministerium hat einen Rückkauf von 30 Milliarden Ksh einer 2023 emittierten Anleihe initiiert, um den Druck auf die Inlandsverschuldung vor Fälligkeit 2026 zu reduzieren. Die Maßnahme zielt auf die hochverzinsliche Anleihe FXD1/2023/003 ab, die einen Kupon von 14,228 % trägt. Diese Aktion soll den Tilgungsplan der Regierung glätten, inmitten steigender Kosten für die Schuldenbedienung.
Am 10. November 2025 lud die Zentralbank von Kenia (CBK) Investoren ein, ihre Bestände in der Anleihe FXD1/2023/003 anzubieten, die 2023 emittiert und im Mai 2026 fällig wird. Die Anleihe mit einem ausstehenden Volumen von 76,5 Milliarden Ksh und einem Kupon von 14,228 % stellt eine der teuersten Verbindlichkeiten der Regierung dar. Der Rückkauf, der auf 30 Milliarden Ksh begrenzt ist, ist freiwillig und zielt darauf ab, Teile vorzeitig zurückzuzahlen, um die kurzfristige Tilgungs kurve abzuflachen und eine Anhäufung von Cashflows im Fiskaljahr 2025/2026 zu verhindern.
Angebote müssen elektronisch über das DhowCSD der CBK bis 10 Uhr am 17. November 2025 eingereicht werden. Investoren werden wettbewerbsfähige Gebote basierend auf bevorzugten Renditen abgeben, wobei die CBK eine Mehrpreis-Auktion zur Zuweisung der Angebote nutzt. Indikative Preise zeigen saubere Preise von 100,5 bei 13 % Rendite bis 103,6 bei 6,25 % Rendite, was potenzielle Ausstiege über dem Nennwert ermöglicht.
Inhaber verpfändeter Positionen müssen Pfandrechte fünf Tage vor der Auktion freigeben. Erfolgreiche Bieter erhalten Details über das DhowCSD-Investorenportal am 17. November, mit Zahlungen am 19. November.
Diese Initiative erfolgt, da die Kosten für die Bedienung der öffentlichen Schulden voraussichtlich 1 Billion Ksh allein an Zinszahlungen für das Fiskaljahr 2025/2026 überschreiten. Die gesamte öffentliche Verschuldung Kenias beträgt 12,05 Billionen Ksh, wobei die Inlandsverschuldung 55,3 % oder 6,66 Billionen Ksh ausmacht. Experten sehen den Rückkauf als strategischen Schritt zur Bewältigung fiskalischer Druck.