Die britische Regierung hat ihre Pläne aufgegeben, KI-Firmen die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke ohne Erlaubnis zu gestatten, und damit eine positive Reaktion der Musikindustrie ausgelöst. Führende Vertreter der Branche begrüßten den Schritt als Abwendung des "schlimmstmöglichen Ergebnisses", betonten jedoch, dass mehr Maßnahmen zum Schutz der Künstler erforderlich sind. Aktivisten wie Paul McCartney und Kate Bush hatten auf die Umkehrung der Pläne gedrängt.
Am 18. März 2026 gab die britische Regierung bekannt, dass sie die umstrittenen Vorschläge für eine Ausnahmeregelung für das Text- und Datenmining, die es KI-Unternehmen erlaubt hätte, ohne Zustimmung auf urheberrechtlich geschütztes Material zuzugreifen, aufgeben wird. Technologieministerin Liz Kendall bestätigte, dass der Plan nicht länger die bevorzugte Option ist, was einen Sieg für Urheber darstellt, die befürchteten, dass ihre Arbeit ohne Bezahlung oder Erlaubnis verwertet werden könnte. Dies ist das Ergebnis einer anhaltenden Kampagne von prominenten Künstlern wie Paul McCartney, Kate Bush, Dua Lipa und Elton John, die sich gegen Änderungen ausgesprochen haben, die den Urheberrechtsschutz im Musiksektor aushöhlen könnten. In einem offenen Brief, der von Hunderten von Künstlern, darunter Coldplay, Florence Welch, Robbie Williams, Damon Albarn und Annie Lennox, unterzeichnet wurde, wird betont, dass das kreative Urheberrecht das Lebenselixier der Kreativwirtschaft ist und 2,4 Millionen Menschen in Großbritannien unterstützt. Der Geschäftsführer von UK Music, Tom Kiehl, zeigte sich erfreut über die Abschaffung der "äußerst schädlichen Änderung" und forderte die Regierung auf, ähnliche Ausnahmen auszuschließen. Er hob die 220.000 Beschäftigten und den wirtschaftlichen Beitrag des Sektors in Höhe von 8 Milliarden Pfund hervor und forderte Diskussionen über digitale Repliken, Transparenz und Kennzeichnung. Roberto Neri, CEO der Ivors Academy, begrüßte die Entscheidung und wies darauf hin, dass 88 Prozent der Teilnehmer an der Konsultation einen stärkeren Schutz befürworteten, aber auf Lizenzrahmen, faire Bezahlung und neue Persönlichkeitsrechte gegen KI-Repliken bestanden. David Martin, CEO der Featured Artist Coalition, plädierte für Zustimmung, Transparenz und Vergütung bei der KI-Ausbildung sowie für stärkere Rechte an Stimme und Abbild. Die Staatssekretärin für Kultur, Medien und Sport, Lisa Nandy, hatte zuvor erklärt, dass die Herausforderungen in den verschiedenen Branchen unterschiedlich sind, und eine gesetzliche Untermauerung für Transparenz bis zum Frühjahr 2026 versprochen. Branchenvertreter bezeichneten die Kehrtwende als einen Neustart, der Wege für eine faire Koexistenz mit KI eröffnet und gleichzeitig die Urheber schützt.