Victor Wembanyama nach hartem Sturz in Spiel 2 unter Gehirnerschütterungsprotokoll

Der Center der San Antonio Spurs, Victor Wembanyama, verließ am Dienstag das zweite Spiel der Playoff-Erstrundenserie gegen die Portland Trail Blazers und unterzog sich dem Gehirnerschütterungsprotokoll der NBA. Er war 8:57 Minuten vor Ende des zweiten Viertels nach einem Foul von Blazers-Guard Jrue Holiday hart auf den Boden gestürzt. Spiel 3 ist für Freitag in Portland angesetzt.

Wembanyama verlor bei einem Zug zum Korb den Halt und schlug mit dem Gesicht hart auf den Hallenboden auf. Er wirkte benommen, woraufhin die Spurs eine Auszeit nahmen, bevor er in die Umkleidekabine gebracht wurde. Ersatz-Center Luke Kornet ersetzte ihn im Lineup, und die Spurs bestätigten laut Teamverantwortlichen, dass er für den Rest des Spiels ausfallen würde. Wembanyama hatte 12 Minuten gespielt, dabei fünf Punkte bei einer Trefferquote von 1 aus 3 erzielt sowie einen Assist, vier Rebounds, einen Block und zwei Ballverluste verzeichnet. Zwei Tage zuvor erzielte er in Spiel 1 beim 111:98-Sieg der Spurs 35 Punkte bei 13 von 21 Würfen, darunter fünf von sechs Dreiern. Am Montag wurde Wembanyama einstimmig zum NBA Defensive Player of the Year gewählt und ist weiterhin Finalist für den Most Valuable Player. San Antonio war während der regulären Saison mit ihm auf dem Feld um 15,2 Punkte pro 100 Ballbesitze besser als der Gegner. Die Spurs gewannen 12 der 18 Spiele, die er verpasste. Der 2,16 Meter große Veteran Kornet erzielte in der regulären Saison im Schnitt 11,2 Punkte, 3,2 Assists, 10,4 Rebounds und 1,6 Blocks pro 36 Minuten. Rookie Carter Bryant, 1,98 Meter groß und mit einer Spannweite von fast 2,13 Metern, sprang kurzzeitig als Small-Ball-Center ein. Auch die Veteranen Bismack Biyombo, Mason Plumlee und Kelly Olynyk stehen zur Verfügung. Gemäß der NBA-Richtlinie für Gehirnerschütterungen muss sich Wembanyama einer neurologischen Untersuchung unterziehen. Sollte eine Diagnose bestätigt werden, drohen ihm mindestens 48 Stunden Zwangspause sowie ein stufenweiser Rückkehrprozess unter der Aufsicht von Mannschaftsärzten und Ligavertretern.

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