Das südafrikanische Ehepaar Melany und Peet Viljoen, das letzten Monat wegen mutmaßlichen Diebstahls aus einem Publix-Supermarkt in Florida verhaftet wurde, hat auf nicht schuldig im Fall von schwerem gewerbsmäßigem Ladendiebstahl plädiert. Sie befinden sich trotz Kautionsstellung weiterhin in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde (ICE) und drohen abgeschoben zu werden.
Im ersten Update zu ihrem Fall seit der Verhaftung am 10. März 2026 in Boca Raton, Florida – wie in früheren Berichten detailliert –, plädierten die Viljoens am 9. April vor einem Gericht in Palm Beach auf nicht schuldig. Sie wurden dabei von einem Anwalt vertreten, da sie aufgrund ihrer Inhaftierung durch die ICE nicht persönlich erscheinen konnten.
Nachdem sie wegen des Austauschs von Preisschildern bei Waren im Wert von über 3.000 US-Dollar bei mehreren Besuchen seit August 2025 festgenommen wurden, wurde ihnen zunächst eine Kaution gewährt, sie können jedoch nicht aus der Haft entlassen werden. Zudem wurde ihnen per Gerichtsbeschluss untersagt, sich Publix-Filialen auf weniger als 500 Fuß (ca. 150 Meter) zu nähern.
Ihr Einwanderungsstatus hat die Angelegenheit verkompliziert: Da ihnen die erforderlichen Papiere fehlen, droht ihnen die Abschiebung nach Südafrika. Melany wurde am 13. April vom Broward Transitional Centre in das Denver Contract Detention Facility in Colorado verlegt. Peet wurde von 'Alligator Alcatraz' in das California City Corrections Centre überstellt, das von Inhaftierten gegenüber The Guardian als 'Folterkammer' und 'Hölle auf Erden' beschrieben wurde.
Das Ehepaar, das durch Melanys Rolle in 'The Real Housewives of Pretoria' sowie ihre Social-Media-Aktivitäten, in denen sie Narrative über die Verfolgung von Afrikanern verbreiteten und von Donald Trump verstärkt wurden, bekannt ist, hatte vor ihrer Verhaftung noch Begeisterung für das Leben in den USA geäußert.