Eine 42-jährige Frau ist seit Dezember in Belo Horizonte im kritischen Zustand im Krankenhaus, nachdem sie sich ein illegales Abnehmmittel injiziert hat. Das Medikament, bekannt als Lipoless und nicht bei Anvisa registriert, wurde in Paraguay ohne Rezept gekauft. Der Fall entwickelte sich zu schweren neurologischen Komplikationen mit Verdacht auf Guillain-Barré-Syndrom.
Kellen Oliveira Bretas Antunes, 42 Jahre alt, ist seit Dezember in einer Einrichtung in Belo Horizonte (MG) im kritischen Zustand, nachdem sie eine Abnehm-Injektion namens Lipoless verwendet hat. Laut Familienmitgliedern hat sie das Produkt aus Paraguay ohne Rezept oder professionelle Aufsicht bezogen. Zunächst litt sie nach der Injektion unter Bauchschmerzen, doch der Zustand verschlechterte sich zu schweren neurologischen Komplikationen mit vollständiger Lähmung. Lipoless ist nicht bei der nationalen Agentur für Gesundheitsaufsicht (Anvisa) registriert und gilt als angebliches Analogon zu Tirzepatid, einer Substanz in Medikamenten wie Mounjaro, die bei Diabetes und Gewichtsverlust eingesetzt werden. Das Produkt wird aus Paraguay geschmuggelt und in Brasilien illegal in Stiften oder Ampullen verkauft, ohne Garantien für Sicherheit, Wirksamkeit oder Herkunft. Im November hat Anvisa den Vertrieb mehrerer nicht registrierter Abnehm-Stifte suspendiert, darunter Lipoless, T.G. 5, Lipoless Eticos, Tirzazep Royal Pharmaceuticals und T.G. Indufar. Diese Produkte, die als GLP-1-Agonisten für ästhetische Zwecke vermarktet werden, werden illegal über soziale Medien und digitale Plattformen verkauft. Das Verbot umfasst Herstellung, Verkauf, Import und Werbung, auch mit Rezept, und blockiert auch private Importe. Bei Kellen wird das Guillain-Barré-Syndrom vermutet, eine seltene Autoimmunerkrankung, die periphere Nerven angreift und Kribbeln, Taubheitsgefühle, Muskelschwäche und in schweren Fällen Lähmungen von Armen, Beinen, Gesichtsmuskeln, Schlucken und Atmen verursacht. Die Stadtverwaltung von Belo Horizonte hat zwei Beschwerden über unsachgemäße Medikamentenhandhabung erhalten. Das Team der Gesundheitsaufsicht hat die Stellen überprüft: Eine wurde wegen irregulärer Fraktionierung bestraft, die andere wies keine Unregelmäßigkeiten auf. Die Stadtverwaltung betont, dass die Handhabung von Medikamenten nur in lizenzierten Apotheken für Rezepturmedikamente erlaubt ist, nicht in Kliniken oder anderen Gesundheitsdiensten. Verstöße können zu Produktbeschlagnahmungen, Bußgeldern und Schließungen führen. Die Aufsicht rät, lizenzierte Dienste zu nutzen und Probleme über offizielle Kanäle wie das Servicportal oder Telefon 156 zu melden.