Am 11. März wurde ein 15-jähriger Jugendlicher vor einem Supermarkt in Eckernförde tödlich verletzt. Die Polizei nahm am Montag einen 23-Jährigen in Bremen fest, der nun in Untersuchungshaft sitzt. Die Ermittlungen laufen weiter.
Am Mittwoch, den 11. März, kam es vor einem Supermarkt in der Eckernförder Innenstadt zu einer Auseinandersetzung, bei der ein 15-jähriger Jugendlicher tödlich verletzt wurde. Einsatzkräfte fanden ihn etwa drei Kilometer entfernt in der Straße Schiefkoppel und versuchten eine Reanimation, doch er verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Blutspuren wurden auf dem Parkplatz des Supermarkts entdeckt, im Bereich Sauersgang, der 2022 zeitweise als Kontrollort wegen Jugendkriminalität galt, wie Körperverletzung oder Raubdelikte. Die Mordkommission befragte Zeugen und folgte Hinweisen. Seit Freitag, 13. März, fahndete die Polizei nach einem weißen VW Golf, der am Tatabend zwischen 20 und 21.30 Uhr zwischen Eckernförde und der A7 gesichtet wurde. Über das Fahrzeug konnte der 23-jährige Verdächtige identifiziert werden, der mit einem Beifahrer am Tatort war. Die Ermittler gehen von einer Alleintat aus; die Rolle des Beifahrers wird geprüft. Am Sonntagabend, 15. März, durchsuchten Beamte mit Spürhunden ein Waldstück nahe der Schule am Noor, ohne Details zu Freigaben anzugeben. Die Obduktion im Kieler Rechtsmedizin ergab am Donnerstagabend keine öffentlichen Angaben zur Todesursache oder Tatwaffe. Die Staatsanwaltschaft Kiel lobte 5000 Euro Belohnung für Hinweise aus, mit Portal sh.hinweisportal.de und Telefon 0431/1603333. Laut Behörden besteht keine Gefahr für die Allgemeinheit, da es sich um ein gezieltes Geschehen handelt. Der Verdächtige sitzt wegen dringenden Totschlagverdachts in Haft.