In der Leipziger Innenstadt ist ein 33-jähriger Deutscher mit einem Auto in eine Fußgängerzone gefahren und hat mehrere Menschen angefahren. Zwei Personen starben, darunter eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann. Der Fahrer wurde festgenommen.
Am späten Montagnachmittag gegen 16:45 Uhr fuhr der Tatverdächtige mit einem weißen Auto vom Augustusplatz über den Marktplatz und die Grimmaische Straße in die Fußgängerzone. Er erfasste dabei mehrere Menschen. Die Polizei nahm den 33-Jährigen, der in der Region Leipzig wohnt und in Deutschland geboren ist, noch im Auto fest. Er ließ sich widerstandslos ergreifen.
Bei den Toten handelt es sich um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann, beide deutsche Staatsangehörige. Mindestens drei weitere Personen wurden schwer verletzt, insgesamt sind etwa 80 Menschen betroffen. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) nannte den Mann "aller Wahrscheinlichkeit nach einen Amoktäter". Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach von zwei Toten, drei Schwerverletzten und vielen weiteren Verletzten.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. Leitende Oberstaatsanwältin Claudia Laube bestätigte: "Wir gehen von einer Amoktat aus." Politische oder religiöse Motive werden nach ersten Erkenntnissen ausgeschlossen. Der Verdächtige war der Polizei bekannt, jedoch nicht wegen ähnlicher Taten.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) äußerte sich erschüttert: "So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen." Die Polizei hat ein Hinweisportal und ein Telefon eingerichtet, um Zeugenaussagen zu sammeln. Vor Ort halfen Passanten schnell und umsichtig.