Das Regiedebüt von Yoshitoshi Shinomiya, der japanische Animationsfilm A New Dawn, begeisterte das Publikum beim Berliner Filmfestival mit seinen atemberaubenden Bildern, obwohl die Handlung gemischte Reaktionen hervorrief. Als einziger Animationsbeitrag im Wettbewerb erforscht der Film Familienbande und Tradition inmitten städtischer Veränderungen. Die Geschichte dreht sich um zwei Brüder und ihre Bemühungen, eine Feuerwerksfabrik zu erhalten.
Yoshitoshi Shinomiya, bekannt als Maler, debütiert als Spielfilmregisseur mit A New Dawn, dem japanischen Eintrag im Hauptwettbewerb der Berlinale. Am 17. Februar 2026 begutachtet, spielt der 76-minütige Film über zwei Tage hinweg, die vier Jahre auseinanderliegen, und verbindet aktuelle Räumungsszenen mit Rückblenden in die Jugend der Protagonisten. Die Handlung folgt den Brüdern Senataro, genannt Chichi und gesprochen von Miyu Irino, sowie Keitaro, gesprochen von Riku Hagiwara. Keitaro, stur und hitzköpfig, kämpft darum, die ländliche Feuerwerksfabrik ihres verstorbenen Vaters vor Gentrifizierung und Räumung zu retten. Chichi, nun Beamter in Tokio, kehrt mit seiner Kindheitsfreundin Kaoru, gesprochen von Kotone Furukawa, zurück, um seinen Bruder zum Gehen zu überreden. Während städtische Beamte mit Baggern näherkommen, eilen Keitaro und Kaoru, um ein großes Feuerwerk namens Shuhari abzubrennen – ein Begriff, der schützen, brechen und trennen bedeutet und ein unerfüllten Familiensog symbolisiert. Chichi ringt mit Schuldgefühlen, seine Wurzeln verlassen zu haben. Die Animation des Films sticht durch akribisch gemalte Einzelbilder hervor, mit lebhaften, aber gedämpften Farben, detaillierten Natur-Elementen von Insekten bis zu Bergen und innovativen Sequenzen wie einer spielzeughaften Darstellung von Chichis trunkener Verwirrung. Allerdings stützt sich die Geschichte stark auf Dialoge und Exposition, mit Figuren in groben Zügen gezeichnet und einem Höhepunkt, der spät eintrifft und sich nicht wesentlich von früheren Bildern abhebt. Produziert von Asmik Ace und Miyu Productions in Japan und Frankreich, mit Weltvertrieb durch Charades in Paris, zeichnet sich der Film durch Kamera von Anna Tomizaki, Schnitt von Megumi Uchida und Musik von Shuta Hasunuma aus. Produzenten sind Fumie Takeuchi, Pierre Baussaron und Emmanuel-Alain Raynal. Weitere Sprecher umfassen Takashi Okabe.