Kazuo Ishiguros zurückhaltende Romane eignen sich gut für Film-Adaptionen

Kazuo Ishiguros schlichte Prosa macht seine Bücher besonders filmtauglich, wie erfolgreiche Verfilmungen wie The Remains of the Day und Never Let Me Go zeigen. Sein Debütroman von 1982, A Pale View of Hills, kommt am 13. März 2026 in die Kinos als leises Erzählung von begrabenen Geheimnissen, die das England der 1980er und das Nachkriegs-Nagasaki umspannt. Der Autor strebt zwar unfimable Geschichten an, sieht seine Werke aber weiterhin effektiv auf die Leinwand übertragen.

Kazuo Ishiguro sagte einmal: „Ich versuche, unfimable Romane zu schreiben“, doch seine Bemühungen haben sich wiederholt auf der Leinwand bewährt. Sein Booker-Preis-Roman The Remains of the Day wurde 1993 zu einem Bafta-prämierten Film mit Anthony Hopkins als Butler Stevens und Emma Thompson als Miss Kenton. Ähnlich transformierte die Adaption von Never Let Me Go aus dem Jahr 2010 mit Carey Mulligan als Kathy Ishiguros Sci-Fi-Erzählung in einen gefeierten Thriller. n Der kommende A Pale View of Hills, basierend auf Ishiguros Debüt von 1982, startet am 13. März 2026 in den Kinos. Die Geschichte handelt von einer Frau mittleren Alters im England der 1980er, die von ihrer Tochter mit ihrer Vergangenheit in Japan konfrontiert wird, und verwebt Themen begrabener Geheimnisse und unzuverlässiger Erzählung. Sie wechselt zwischen Nachkriegs-Nagasaki und dem zeitgenössischen England und erzeugt eine Geistergeschichte-Atmosphäre mit Elementen wie einer verschlossenen Schlafzimmertür. n Andere Ishiguro-Adaptionen stocken: Taika Waititis Version von Klara and the Sun mit Jenna Ortega ist eingestellt, während Guillermo del Toros Stop-Motion-Verfilmung von The Buried Giant erst in die Produktion geht. Ishiguro, ein Cineast, der für das Drehbuch zu Living (2022) – einem Remake von Akira Kurosawas Ikiru (1952) – eine Oscar-Nominierung erhielt, lobte kürzlich Filme wie Justine Triets Anatomy of a Fall (2023), del Toros Frankenstein (2025) und Gints Zilbalodis' Flow (2024). n In Nagasaki geboren und im Surrey aufgewachsen, nachdem er als Kind umzog, begann Ishiguro mit Songwriting, bevor er sich der Fiktion zuwandte. Sein ungeschmückter Stil, ähnlich dem von Genre-Autoren wie Raymond Chandler oder John le Carré, erleichtert die filmische Umsetzung, indem er sich auf emotionale Rätsel statt auf aufwendige Prosa konzentriert. Da er seine Romane als Lagerfeuergeschichten sieht, die sich beim Nacherzählen wandeln, ermöglichen Adaptionen seinen Geschichten mehrere Leben – ähnlich den parallelen Erzählungen in A Pale View of Hills, in denen die Mutter eine alternative Version fabriziert, um sich von der Wahrheit zu distanzieren.

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