Rezension stuft neuen Roman von Kiran Desai als zu lang und voreingenommen ein

Eine aktuelle Rezension in The Annapurna Express kritisiert den dritten Roman von Kiran Desai, 'The Loneliness of Sonia and Sunny', wegen seiner übermäßigen Länge und wahrgenommener Vorurteile gegen Nepalesen. Das Buch, das fast 20 Jahre in der Entstehung war, erhält gemischte Lob für die frühen Figuren, aber Kritik für langsames Tempo und gehetztes Ende. Empfehlungen von Autorinnen wie Ann Patchett heben seine literarische Ambition hervor, doch der Rezensent hinterfragt Desais Darstellungen.

Kiran Desais 'The Loneliness of Sonia and Sunny', 2025 bei Hamish Hamilton veröffentlicht, umfasst 670 Seiten im Hardcover. Es folgt auf ihren zweiten Roman 'The Inheritance of Loss', der 2006 den Man Booker Prize gewann und in Nepal Kontroversen auslöste, da er Nepalesen als Kriminelle und sozial unterlegen darstellte und Vorwürfe der Unempfindlichkeit und Vorurteile auf sich zog.  Der Rezensent, der das Buch für Rs 2000 wegen seines ansprechenden tiefblauen Covers mit Mondphasen kaufte, genoss zunächst die ersten zweihundert Seiten. Die Figuren wirkten vielschichtig und nachvollziehbar, mit markanten Zeilen, die den Rezensenten dazu brachten, Passagen für Freunde zu fotografieren. Empfehlungen auf dem Cover umfassen Ann Patchetts Beschreibung als 'ein spektakulärer literarischer Erfolg', ergänzt durch Lob von Khaled Hosseini, Mohsin Hamid, Junot Diaz und Lauren Groff.  Allerdings verlangsamte sich die Erzählung nach der Hälfte, mit unverbundenen Episoden, die die Hauptgeschichte belasteten. Parallele Handlungsstränge mit Verwandten der Protagonisten, wie der Tante Mina Foi, sorgten für Verwirrung über Zusammenhänge und Ereignisse. Der Rezensent beendete das Buch im Januar, las täglich 20 bis 30 Seiten mit einem Freund, hätte es sonst vielleicht abgebrochen. Das Ende wirkte überstürzt trotz der Gesamtlänge.  Als Liebesgeschichte, verflochten mit Einwanderungsthemen, werden die Probleme des Romans als Klagen dargestellt, was ihren Einfluss mindert, und die Figuren nehmen einen wehleidigen Ton an, der die Empathie erschwerte. Die Einbeziehung einer Nebenfigur eines nepalesischen Sicherheitswächters, bezeichnet als 'Bahadur', erinnert an frühere Kritiken und stört den Rezensenten, der fragt, warum Nepalesen in solchen Rollen stereotypisiert werden, während andere Einwanderer als Profis erscheinen. Der Rezensent schließt, dass das Buch vielversprechend begann, aber enttäuschte, und sieht Desai von festen Ideen und Vorurteilen geleitet, was den Eifer für künftige Werke mindert.

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