Schauspielerin Evelin Camargo gab bekannt, dass sie an einem anaplastischen Großzell-Lymphom assoziiert mit Brustimplantaten erkrankt ist, einer seltenen Erkrankung, die nach plötzlichem Schwellen einer Brust entdeckt wurde. Die Entdeckung unterstreicht die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrollen bei Frauen mit Silikonprothesen. Die Behandlung umfasst die Entfernung des Implantats, da die Krankheit auf die Kapsel um die Prothese beschränkt ist.
Evelin Camargo, Schauspielerin und Influencerin, teilte mit ihren Followern die Diagnose einer seltenen Krebsart im Zusammenhang mit Brustimplantaten, die sie in einem Video am Dienstag, dem 3. Februar, offenbarte. 2019 unterzog sie sich einer Brustverkleinerung und der Einsetzung einer kleinen Silikonprothese zur Formgebung. Ende Dezember bemerkte sie eine plötzliche Zunahme des Volumens ihrer linken Brust, die über Nacht fast verdreifacht wurde. Zunächst vermuteten Ärzte einen Implantatbruch, eine häufige Komplikation. Eine MRT zeigte jedoch, dass das Implantat intakt war, aber Flüssigkeitsansammlung darumherum vorlag, bekannt als spätes Serom. Nachfolgende Untersuchungen, einschließlich Flüssigkeits punktion und Immunhistochemie, bestätigten das Brustimplantat-assoziierte anaplastische Großzell-Lymphom (BIA-ALCL), eine seltene Form lymphatischer Krebserkrankung. „Mir wurde ein anaplastisches Großzell-Lymphom diagnostiziert, verursacht durch das Silikonimplantat“, berichtete Camargo im Video. „Es ist extrem selten; ich hatte nie davon gehört, aber es ist mir passiert.“ Die gute Nachricht sei laut ihr, dass das Staging die Erkrankung auf die Kapsel um die Prothese beschränke und somit eine einfache chirurgische Behandlung möglich mache: Entfernung des Implantats. Das BIA-ALCL weist eine geschätzte Inzidenz von einem Fall pro 30.000 Frauen mit Implantaten auf, abhängig von Faktoren wie Implantattyp und Nutzungsdauer. Breno Gusmão vom Medizinischen Komitee der Brasilianischen Vereinigung für Lymphome und Leukämien erklärte: „Es handelt sich um einen Krebs des lymphatischen Systems, der sich im Brustbereich aufgrund chronischer Entzündungen durch die Prothese manifestiert.“ Camargo betonte, dass ihr Beitrag darauf abziele, auf die Wichtigkeit regelmäßiger Untersuchungen wie Ultraschall hinzuweisen, ohne unnötige Panik unter Implantatträgerinnen zu schüren.