Der Boom der KI-Infrastruktur treibt Preise für Schlüsselmetalle wie Kupfer und Aluminium in die Höhe und drückt die Margen indischer Autobauer wie Maruti Suzuki. Dieser Wettbewerb um Materialien für Rechenzentren trägt zu höheren Fahrzeugkosten bei. Autobauer stehen unter ähnlichem Druck durch Chipknappheit aufgrund der KI-Nachfrage.
Die Revolution der künstlichen Intelligenz schafft unerwartete Herausforderungen für die indische Automobilindustrie durch steigende Rohstoffpreise. Maruti Suzuki India, der größte Hersteller von Personenkraftwagen im Land, meldete einen Rückgang der Betriebsgewinnmarge auf 8,1 % des Nettoumsatzes im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026, gegenüber 8,4 % im Vorquartal. Das Unternehmen führte 60 Basispunkte dieses Rückgangs auf steigende Kosten für Platingruppenmetalle, Aluminium und Kupfer zurück. Rahul Bharti, leitender Direktor für Unternehmensangelegenheiten bei Maruti Suzuki, hob das Problem hervor: „Wir sehen derzeit Gegenwinde bei Rohstoffen bei Platin, Palladium, Rhodium, Aluminium und Kupfer. Einige davon werden branchenübergreifend diskutiert. Einige hängen auch mit KI-Speicherchips usw. zusammen.“ Rechenzentren, die KI antreiben, benötigen enorme Mengen Kupfer für Stromsysteme und Aluminium für die Kühlung, was den Wettbewerb um diese Materialien verschärft. Am 29. Januar 2026 erreichten Aluminiumpreise in Indien einen Rekordwert von 361,25 Rupien pro kg, während Kupfer 1.480,3 Rupien pro kg erreichte. Hyundai Motor India kündigte ebenfalls Preiserhöhungen für alle Modelle ab dem 1. Januar 2026 an und begründete dies mit höheren Inputkosten für Edelmetalle und andere Rohstoffe. Jenseits der Metalle warnt ein UBS-Bericht vor einem Engpass bei dynamischem Arbeitsspeicher (DRAM)-Chips ab dem zweiten Quartal 2026, da Hersteller KI-Server vor Automobilbedürfnissen priorisieren. Dies erinnert an Engpässe während der COVID-19-Pandemie. Der steigende Strombedarf, der laut S&P Global bis 2040 weltweit um fast 50 % steigen soll, bei 4,2 % jährlichem Wachstum in Indien, treibt die Kupferbedarfe für Elektrifizierung weiter an, einschließlich KI-Infrastruktur und Elektrofahrzeugen.