Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti äußerte sich frustriert über die kurze Vorbereitungszeit für das WM-Vorbereitungsspiel seiner Mannschaft gegen Frankreich am Donnerstag in Foxboro. Die meisten Spieler trafen erst am Dienstag ein, was das Training vor dem Duell mit dem WM-Favoriten stark einschränkte. Beide Teams haben vor dem sommerlichen Turnier mit personellen Ausfällen zu kämpfen.
Brasilien trifft im Rahmen eines internationalen Freundschaftsspiels im Gillette Stadium im US-amerikanischen Foxboro, Massachusetts, auf Frankreich. Anstoß ist um 20 Uhr britischer Zeit. Die Partie dient als wichtige Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko, wobei Brasilien in der kommenden Woche gegen Kroatien antreten wird. Ancelotti betonte die Herausforderungen, die Länderspieltermine in die Vereinsspielpläne zu integrieren, und erklärte: „Viele von uns [Trainern] bedauern, dass es keine Zeit zum Coachen gibt und wir uns stattdessen auf die Qualität des Trainings, auf Besprechungen konzentrieren müssen... Es geht mehr um die Qualität der Arbeit als um die Zeit. Die Methodik innerhalb einer Trainingseinheit darf nicht fehlen, das ist sehr wichtig. Man muss das Training gut vorbereiten.“ Brasilien qualifizierte sich als Fünfter der Conmebol-Zone, 10 Punkte hinter Argentinien. Ancelotti bezeichnete Frankreich als Favoriten mit gefährlichem Tempo in allen Mannschaftsteilen und fügte hinzu: „Gegen Frankreich zu spielen ist eine wichtige Partie... Wir wollen eine gute Einstellung und Qualität zeigen.“ Brasilien muss auf Gabriel, Alisson, Alex Sandro und Marquinhos verzichten, während Frankreich ohne William Saliba und Manu Kone antritt. Vinicius Jr., der mit 10 Toren und einer Vorlage in seinen letzten 11 Vereinsspielen in guter Form ist, wies den externen Druck zurück: „Ich achte nicht besonders darauf, was die Leute sagen... Ich bin sehr glücklich und gelassen in Bezug auf die Weltmeisterschaft.“ Er merkte an, dass sich Brasilien unter Ancelotti stabilisiert habe, auch wenn sie nicht zu den Favoriten zählten. Frankreich möchte den scheidenden Trainer Didier Deschamps würdigen, während Zinedine Zidane Berichten zufolge kurz vor einer Einigung über dessen Nachfolge steht. Die Bilanz der direkten Duelle zeigt fünf Siege für Frankreich gegenüber vier für Brasilien bei drei Unentschieden; zuletzt gewann Brasilien 2015 mit 3:1.