Die argentinische Nationalmannschaft sicherte sich am Freitagabend in einem Freundschaftsspiel in La Bombonera einen 2:1-Sieg gegen Mauretanien. Trainer Lionel Scaloni betonte jedoch, dass mit Blick auf die Weltmeisterschaft deutlich bessere Leistungen nötig seien. Tore von Enzo Fernandez und Nicolas Paz bescherten den Weltmeistern den Sieg, ungeachtet einer insgesamt schwachen Vorstellung. Lionel Messi wurde bei seiner Einwechslung von der Menge als Held gefeiert, während Fans ihn dazu aufforderten, seine internationale Karriere fortzusetzen.
Argentinien besiegte Mauretanien am Freitagabend in einem internationalen Freundschaftsspiel in La Bombonera mit 2:1, wobei sich der Weltmeister schwertat, den niedriger platzierten Gegner zu dominieren. Enzo Fernandez eröffnete in der 17. Minute den Torreigen, als er eine Flanke von Nahuel Molina einköpfte. Nicolas Paz erhöhte acht Minuten später mit einem Freistoß mit dem linken Fuß, der in der 32. Minute die Mauer sowie Torhüter Babacar Diop überwand. Mauretanien gelang später der Anschlusstreffer, doch Argentinien brachte den Sieg über die Zeit, obwohl mehrere Auswechslungen nicht den gewünschten Schwung in das Spiel brachten. Lionel Messi, der zunächst auf der Bank saß, kam in der zweiten Halbzeit unter tosendem Applaus der Zuschauer aufs Feld, die Transparente zeigten, mit denen sie ihn zu einer sechsten WM-Teilnahme ermutigten. Messi erzielte in der 55. Minute fast ein Tor, doch Diop parierte seinen Distanzschuss. Cheftrainer Lionel Scaloni äußerte sich nach dem Spiel offen: „Die Mannschaft hat kein gutes Spiel gemacht. Das müssen wir so aussprechen, damit wir an den Verbesserungen arbeiten können.“ Er fügte hinzu: „Wir können offensichtlich viel besser spielen; das haben wir bereits gezeigt. Alle Spieler, die wir sehen konnten, haben ihren Teil beigetragen, aber wenn ein Spiel kompliziert wird, ist es schwieriger.“ Torhüter Emiliano Martinez teilte diese Einschätzung und bezeichnete es als „eines der schlechtesten Freundschaftsspiele, das wir je bestritten haben. Uns fehlte es an Intensität, Spielwitz und Tempo. Das müssen wir analysieren und jedes Mal, wenn wir dieses Trikot tragen, ein wenig besser werden.“ Martinez zeigte sich zudem erleichtert über die Absage einer geplanten Finalissima gegen Spanien und sagte: „Gott sei Dank [wurde die Finalissima nicht gespielt], wenn wir so gespielt hätten, hätten wir verloren.“ Die Spielplanänderung kam zustande, nachdem Spanien abgesagt hatte, was zu der kurzfristigen Neuansetzung gegen Mauretanien führte.