Die spanische Nationalmannschaft kam in einem Freundschaftsspiel im RCDE Stadium in Cornellá gegen Ägypten nicht über ein 0:0 hinaus und verlor damit die Führung in der FIFA-Weltrangliste. Die Partie, der letzte Test vor der Bekanntgabe des WM-Kaders 2026, bot das Debüt von Joan García und eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit nach den Auswechslungen, wurde jedoch von fremdenfeindlichen Sprechchören wie „musulmán el que no bote“ (wer nicht hüpft, ist Muslim) getrübt. Trainer Luis de la Fuente und der spanische Fußballverband RFEF verurteilten die Vorfälle.
Spanien gelang im RCDE Stadium in Cornellá, Barcelona, im letzten Freundschaftsspiel vor der Nominierung der 26 Spieler für die Weltmeisterschaft 2026 kein Treffer gegen Ägypten. Mit zehn Änderungen in der Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Serbien – lediglich Lamine Yamal stand erneut in der Anfangsformation – offenbarte die Mannschaft von Luis de la Fuente ohne Rodri oder Zubimendi Ungleichgewichte im Mittelfeld. Ägypten, das zuvor Saudi-Arabien mit 4:0 geschlagen hatte, fand besser ins Spiel, als Marmoush bei einem Konter den Pfosten traf.
Zur Halbzeit nahm De la Fuente vier wichtige Auswechslungen vor: Rodri, Pedri, Fermín López und Víctor Muñoz kamen ins Spiel, wodurch die Mannschaft wieder an Kontrolle und Spielfluss gewann. Die zweite Halbzeit war von spanischer Dominanz geprägt, mit Chancen für Fermín und Muñoz sowie einem Lattenschuss von Grimaldo, doch ein Tor wollte nicht fallen. Joan García gab im Stadion seines ehemaligen Vereins Espanyol – er steht nun bei Barça unter Vertrag – sein Debüt und erntete dabei gemischte Reaktionen aus Pfiffen und Applaus.
Die festliche Stimmung der 37.000 Fans, die unter anderem „yo soy español“ anstimmten, wurde durch das Auspfeifen der ägyptischen Nationalhymne und fremdenfeindliche Sprechchöre („musulmán el que no bote“) in der ersten Halbzeit getrübt. Durch Stadiondurchsagen wurde zur Halbzeit und vor Beginn der zweiten Hälfte vor Konsequenzen bei rassistischem Verhalten gewarnt. „Vollständige und absolute Abscheu gegenüber jeder rassistischen oder fremdenfeindlichen Haltung. Das ist unerträglich“, erklärte De la Fuente.
RFEF-Präsident Rafael Louzán bezeichnete den Vorfall als „isoliert“ und bedankte sich für die hohe Zuschauerzahl. Pedri gab an, die Spieler seien von den Gesängen überrascht gewesen, während Ägyptens Trainer Hossam Hassan die Rufe nicht wahrgenommen habe und die Atmosphäre lobte. Der symbolische Verlust der Spitzenposition in der FIFA-Weltrangliste unterstreicht die Notwendigkeit von Siegen, da die Weltmeisterschaft bereits in zwei Monaten beginnt.