Eine Gruppe anonymer Top-Hollywood-Filmemacher hat US-Kongressmitgliedern einen offenen Brief per E-Mail geschickt und sie aufgefordert, die mögliche Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix zu blockieren, da befürchtet wird, dass dies der Kinofilmbranche schadet. Der Brief hebt Bedenken hinsichtlich verkürzter Kinostartfenster und reduzierter Marktkonkurrenz hervor. Netflix und Warner Bros. Discovery haben keine Kommentare abgegeben.
Hintergrund zum Übernahmeversuch
Netflix verfolgt dem Bericht zufolge die Übernahme von Warner Bros. Discovery, was in der Branche erhebliche Besorgnis auslöst. Der anonyme Brief, der am Donnerstag an parteiübergreifende Kongressmitglieder gesandt wurde, stammt von einer Gruppe, die sich als 'besorgte Spielfilmmacher' bezeichnet. Eine gut platzierte Quelle bestätigte Variety, dass die Gruppe prominente Filmemacher umfasst, die Anonymität wählten, um mögliche Vergeltungsmaßnahmen durch Netflix' Marktmacht zu vermeiden.
Wichtigste Bedenken
Die Produzenten nennen im Brief drei Hauptbedenken. Erstens argumentieren sie, dass eine Netflix-WBD-Fusion den Kinomarkt 'zerstören' könnte, indem sie die Zeit, die Filme in Kinos laufen, drastisch verkürzt, bevor sie auf einer kombinierten Netflix-HBO-Max-Plattform gestreamt werden. Quellen deuten an, dass Netflix' Vorschlag die Kinoexklusivität auf nur zwei Wochen beschränken könnte, obwohl ein anderer Insider dies bestreitet und längere Fristen ankündigt.
Zweitens warnen sie, dass Netflix übermäßige Marktmacht erlangen würde, beschrieben als 'eine Schlinge um den Kinomarkt', was Lizenzgebühren für die post-kinomatische Verteilung senken könnte. Sie zitieren die Aussage des Netflix-Co-CEOs Ted Sarandos aus dem Earnings-Call 2023: 'Leute ins Kino zu schicken, ist nicht unser Geschäft.'
Rivalisierende Bieter wie Comcast und Paramount bieten Alternativen; Paramount hat zugesichert, Warner Bros. als eigenständiges Unternehmen mit mindestens 14 Kinofilmen pro Jahr zu erhalten.
Aufruf zum Handeln
Der Brief fordert den Kongress auf, sich öffentlich gegen den Deal zu stellen und die 'höchste Stufe der Kartellprüfung' anzuwenden, und betont Risiken für Millionen von Arbeitsplätzen und die Filmkunst. Weitere Entwicklungen sind zu erwarten, während sich die Situation weiterentwickelt.