Das Länderrisiko Argentiniens, gemessen am EMBIG-Index von JP Morgan, schloss am 19. November 2025 bei 601 Basispunkten, nachdem es tagsüber unter 600 gefallen war. Dieser Rückgang um 2,12 % wird auf Dollar-Zuflüsse aus Unternehmensanleihenemissionen und Platzierungen von Buenos-Aires-Anleihen zurückgeführt. Der Indikator signalisiert erneuertes Investorenoptimismus inmitten stabiler Wechselkurse.
Das Länderrisiko Argentiniens verzeichnete am 19. November 2025 einen signifikanten Rückgang und schloss bei 601 Basispunkten, 13 Einheiten unter dem vorherigen Schlusskurs von 614. Der EMBIGD-Index von JP Morgan erreichte ein intraday-Tief von 597 Punkten und näherte sich dem niedrigsten Niveau seit Jahresbeginn. Diese negative Variation von 2,12 % ereignete sich inmitten starker Dollar-Zuflüsse auf den lokalen Markt, angetrieben durch Emissionen von Verhandelbaren Verpflichtungen (ON) von Unternehmen wie YPF, TGS, Pampa, Edenor, Pluspetrol und Tecpetrol sowie die Platzierung von Buenos Aires in Höhe von 600 Millionen USD zu einem Jahreszins von 8,1 %.
In der vergangenen Woche zeigte der Indikator eine überwiegend abwärtsgerichtete Tendenz mit geringen Unterbrechungen. Am 17. November schloss er bei 618 Punkten mit einem leichten Anstieg von 0,2 % nach einem Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten. Am 18. November fiel er auf 614 Punkte trotz Schwäche an der Wall Street. Dollar-denominierte Staatsanleihen wie Bonares und Globales stiegen im Durchschnitt um 0,6 %, mit Renditen von rund 8 % jährlich.
Der Dollar blieb innerhalb der Wechselkursbänder stabil, gestützt durch Vertrauen in den Peso und einen Primärfiskalüberschuss von 0,1 % des BIP im Oktober, was 22 aufeinanderfolgende Monate positiver Bilanz markiert. Der legislative Sieg von Präsident Javier Milei und das Abkommen mit den USA stärkten die Erwartungen an Governabilität und eine mögliche Rückkehr auf die internationalen Märkte.
Analysten wie Roberto Castillo warnen jedoch: „Wer in Argentinien investiert, watet durch ein Sumpfgebiet mit Krokodilen“, und weisen darauf hin, dass der Wert weiterhin hoch ist und die Nachhaltigkeit von der makroökonomischen Konsolidierung abhängt. Der S&P Merval-Index fiel derweil um 2,2 % auf 2.869.724 Punkte, mit Rückgängen bei ADRs wie Grupo Galicia (-32,6 %).
Das Länderrisiko misst die vom Markt geforderte Prämie auf argentinische Staatsanleihen im Vergleich zu US-Staatsanleihen und beeinflusst die Finanzierungskosten für Staat und private Unternehmen.