Die Staatsanwaltschaft von Veracruz hat ein Kartell-Trainingszentrum in Coatzacoalcos demontiert, das als Rehabilitationsstätte getarnt war. Fünf Personen wurden bei einer Razzia festgenommen, zusammen mit Waffen, Drogen und Gegenständen, die mit organisiertem Verbrechen in Verbindung stehen. Der Ort, 'Hablemos de Felicidad' genannt, diente der Logistik und Rekrutierung neuer Mitglieder.
Bei einer Razzia im Viertel Lázaro Cárdenas in der Kongregation Nuevo Mundo von Coatzacoalcos, Veracruz, führte die Staatsanwaltschaft von Veracruz einen Durchsuchungsbefehl im angeblichen Rehabilitationszentrum 'Hablemos de Felicidad' aus. Diese Einrichtung, die sich als Unterkunft für Alkohol- und Drogensüchtige ausgab, entpuppte sich als Trainingslager für kriminelle Gruppen. Während der Operation wurden die Beamten der Staatsanwaltschaft von den fünf anwesenden Personen angegriffen: Vicente ‘N’, Miguel Ángel ‘N’, Rubén ‘N’, Carlos Eduardo ‘N’ und Esmeralda ‘N’. Alle wurden festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht. Die beschlagnahmten Gegenstände umfassen scharfe Munition, Schusswaffen, Hieb- und Stichwaffen, granulierte Substanzen, die wie Crystal Meth aussehen, Bargeld, ein Waffenmagazin und Taschen, die für eine kriminelle Gruppe gekennzeichnet sind. Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft wurde das Zentrum nach der Festnahme von Personen identifiziert, die mit organisiertem Verbrechen verbunden sind. Es diente als Logistikzentrum und Trainingsgelände für Narco-Rekruten. Der Ort steht nun unter dem Schutz der mexikanischen Armee. Dieser Vorfall unterstreicht die langjährigen Verbindungen zwischen Rehabilitationszentren in Mexiko und organisiertem Verbrechen. Beispielsweise wurden 2019 in Colima Bewaffnete sechs Bewohner eines solchen Zentrums getötet und 26 junge Menschen aus einem anderen entführt; in Ensenada wurde in einem Heim Marihuana beschlagnahmt.