„Baby/Girls“-Dokumentarfilm beleuchtet Teenagermutterschaft in Arkansas

Der Dokumentarfilm „Baby/Girls“, Regie: Alyse Walsh und Jackie Jesko, porträtiert jugendliche Mütter im ländlichen Arkansas nach der Aufhebung von Roe v. Wade im Jahr 2022. Über zwei Jahre gedreht in einem christlichen Mutterschutzheim, hebt der Film die persönlichen und kulturellen Herausforderungen hervor, denen die jungen Protagonistinnen gegenüberstehen. Er feiert Premiere im Abschnitt Documentary Spotlight beim SXSW.

„Baby/Girls“ begleitet schwangere Teenager und junge Mütter, einige so jung wie 14 Jahre, die in Compassion House leben, einer Einrichtung, in die einige von Familien und andere von Gerichten geschickt werden, oft mit überdimensionierten Fußfesseln. Der 94 Minuten lange Film fängt ihre Interaktionen und Reflexionen zu Themen wie unzureichender Sexualkunde, Armutszyklen und postpartaler Depression ein. Regisseurinnen Walsh und Jesko halten eine beobachtende Distanz inne und lassen die Betroffenen ihre Gefühle und ihr Bedauern über begrenzte Optionen bei Verhütung und Lebenswegen zum Ausdruck bringen.  nnEine Protagonistin, Grace Dulaney, äußert zunächst Begeisterung für die Mutterschaft, stößt später jedoch auf deren finanzielle und emotionale Belastungen. Weitere vorgestellte Personen sind Ariana Green, Olivia Malott, Audra Dulaney, Crystal Widger, Brian Rivera und Paula Woods. Der Dokumentarfilm erzählt diese Geschichten vor dem Hintergrund ländlicher Grünflächen und betont die Jugend und Naivität der Akteurinnen inmitten kultureller Tabus.  nnObwohl der Film keine explizit pro-choice-Haltung vertritt, unterstreicht er, wie äußere Umstände die Optionen der Mädchen einschränken, wobei einige die Mutterschaft annehmen und andere damit kämpfen. Das Personal im Heim, darunter ehemalige Teenager-Mütter, gibt Kontext zu generationellen Mustern. Die multiplen Erzählstränge vermischen sich jedoch manchmal und verwässern so die emotionalen Bögen, während der unaufdringliche Interviewstil tiefere Introspektion einschränkt.  nnEine markante Kritikpunk ist der Einsatz generativer KI zur Aufwertung von Fotos von Freunden und Familien der Protagonistinnen, was zu verzerrten Bildern führt und die Authentizität des Films untergräbt. Produziert von Latchkey Films und Maybe?, mit Produzentinnen Melissa Leardi, Alex Waterfield und Kelly Rohrbach Walton sowie Executive Producer Nick Capote. Musik von T. Griffin und Dash Hammerstein. Der Film wurde vor seinem SXSW-Debüt im Post Lab One in New York rezensiert.

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