Die feministischen Autorinnen Tracy Clark-Flory und Kate Schatz aus der Bay Area gaben kürzlich Einblicke in ihre neuen Bücher, die von den Erfahrungen ihrer Mütter in Heimen für ledige Mütter in den 1960er Jahren inspiriert wurden. Clark-Florys Memoiren 'My Mother’s Daughter' erzählen von ihrer durch einen DNA-Test ermöglichten Wiedervereinigung mit einer Schwester, die ihre Mutter zur Adoption freigegeben hatte, während Schatz’ Roman 'Where the Girls Were' ähnliche Isolation und Geheimhaltung fiktionalisiert. Ihr Gespräch beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Recherche, familiäre Traumata und freudige Begegnungen zwischen Geschwistern.
Ein gemeinsamer Freund stellte Clark-Flory und Schatz im vergangenen Herbst einander vor und brachte sie durch ihre Bücher zusammen, die nur wenige Monate nacheinander erschienen. Clark-Flory, Journalistin und Autorin von 'Want Me', schildert darin ihre Suche, um die Geschichte ihrer verstorbenen Mutter anhand von Werken wie Ann Fesslers 'The Girls Who Went Away' sowie einer seltenen, von Bewohnerinnen verfassten Zeitung aus dem Archiv der University of Chicago Library zusammenzusetzen. 'Bibliothekare sind die Besten', sagte Clark-Flory über die Entdeckung dieses Zeitzeugnisses aus den 1960er Jahren, das inmitten des Traumas in diesen geheimen Heimen einen schwarzen Humor offenbarte. Schatz, bekannt für die Reihe 'Rad Women' und 'Do the Work' zusammen mit W. Kamau Bell, wählte die Form des Romans, um ihren Charakteren die Gemeinschaft zu gewähren, die ihrer Mutter nach zwei Schwangerschaften und Adoptionen in privaten Heimen gefehlt hatte. 'Indem ich dieses fiktive Heim erschuf... war das etwas, das meine Mutter nie haben durfte', erklärte Schatz. Beide Autorinnen reflektierten über die geerbte Scham und das Schweigen und setzten dies in Bezug zu ihrem feministischen Schreiben. Clark-Flory setzte sich mit dem Alkoholkonsum ihrer Mutter als Traumareaktion auseinander, während Schatz sich daran erinnerte, wie sie als Kind durch eine Art 'Geheimniskrämerei' und Familienspuren wie einen Zeitungsartikel auf die Geschichte stieß. Nach der Aufhebung von Roe v. Wade im Jahr 2022 stellte Schatz ihren Roman fertig, nachdem sie bereits 2019 und 2020 über 23andMe ihre Brüder gefunden hatte. DNA-Tests führten auch Clark-Flory mit ihrer Schwester Kathy in Atlanta zusammen, woraus eine tiefe Verbundenheit entstand. 'Es fühlte sich an wie eine spirituelle Offenbarung', sagte sie über gemeinsame Eigenheiten wie die Art, die Beine zu überschlagen oder kleine Freudentänze beim Essen. Bei Lesungen teilen Leserinnen ähnliche Geheimnisse, was bei Frauen aus jener Ära starke emotionale Reaktionen hervorruft. Clark-Florys Buch erscheint bei Gallery Books, das von Schatz bei Dial Press.