FC Barcelona hat zusammen mit dem Stadtrat von Barcelona und der Regierung Kataloniens offiziell einen ersten Antrag eingereicht, um das UEFA Champions-League-Finale 2029 im renovierten Spotify Camp Nou auszutragen. Der Vorschlag kommt, während das Stadion umfassende Renovierungen durchläuft, um seinen Status als Top-Veranstaltungsort für Europas wichtigstes Klubspiel wiederherzustellen. Barcelona positioniert sich auch für das WM-Finale 2030 FIFA inmitten der Konkurrenz durch Madrid und Marokko.
Am 3. Februar 2026 kündigte FC Barcelona seine Absicht an, für das UEFA Champions-League-Finale 2029 zu kandidieren, und reichte erste Unterlagen bei der UEFA in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden ein. Der Klub schlug Barcelona als Gastgeberstadt und das Spotify Camp Nou als Veranstaltungsort vor, abhängig von der UEFA-Zertifizierung. Das vollständige Bewerbungsdossier mit allen technischen und logistischen Details ist für Anfang Juni 2026 vorgesehen. Das Exekutivkomitee der UEFA entscheidet im September 2026, wobei das Wembley-Stadion in London der Hauptkonkurrent ist. Das Spotify Camp Nou, das derzeit renoviert wird, soll bei Fertigstellung eine Kapazität von 104.600 bis 105.000 Zuschauern erreichen, geplant für Ende 2026 bis 2028. Dies wäre das dritte Champions-League-Finale im Stadion nach dem Spiel 1989, in dem AC Milan Steaua Bukarest besiegte, und dem dramatischen Abschluss 1999 mit Manchester Uniteds 2:1-Sieg gegen Bayern München in der Nachspielzeit. Der katalanische Sportminister Berni Álvarez hob das Potenzial des Antrags hervor, Barcelona und Katalonien als Top-Ziel für globale Sportereignisse zu positionieren, und betonte nachhaltige Wettbewerbe mit sozialen und wirtschaftlichen Vorteilen. Der Sportstadtrat David Escudé betonte die Offenheit Barcelonas für Großveranstaltungen, während Bürgermeister Jaume Collboni Begeisterung äußerte: „Barcelona hat immer große Ambitionen gehabt, große Sportereignisse auszurichten. Vor ein paar Tagen sagte ich Rafael Louzan, Präsident des Königlichen Spanischen Fußballverbands, dass die Stadt begeistert und bereit wäre, das WM-Finale 2030 auszutragen.“ Parallel hat Barcelona eine Kandidatur beim Königlichen Spanischen Fußballverband und der FIFA für das WM-Finale 2030 eingereicht, das von Spanien, Portugal und Marokko gemeinsam ausgetragen wird. Die Kapazität des renovierten Camp Nou gibt ihm Vorteile gegenüber dem Santiago Bernabéu in Madrid (84.000 Plätze), obwohl das Hassan-II-Stadion in Marokko auf 115.000 Plätze ausgelegt ist. Die FIFA entscheidet bis 2028, Berichte deuten auf wirtschaftliche Vorteile für Barcelona hin durch höhere Ticket-Einnahmen aufgrund der größeren Kapazität. Trotz der jüngsten Hinweise des RFEF-Präsidenten Rafael Louzan zugunsten Madrids setzt Barcelonas Bewerbung fort und unterstreicht das fußballerische Erbe und die Infrastruktur der Stadt.