Arbeitsministerin Bärbel Bas hat eine umfassende Rentenreform für das kommende Jahr angekündigt und plant die Einsetzung einer Kommission im Dezember. Sie betont die Notwendigkeit, junge Politiker einzubeziehen, um eine Lösung für alle Generationen zu finden. Als Vorbild dienen Reformen in Schweden, den Niederlanden, Dänemark und Österreich.
Bärbel Bas, Arbeitsministerin und Co-Chefin der SPD, sprach in der ARD von der Dringlichkeit einer grundlegenden Rentenreform. "Es wird nicht reichen, nur an zwei Schräubchen zu drehen, sondern wir brauchen ein ganz neues System", erklärte sie. Die Reform solle mutig sein und von Volksparteien umgesetzt werden.
Die geplante Rentenkommission soll noch im Dezember 2025 eingesetzt werden. Bas nannte Themen wie das Renteneintrittsalter, die Erweiterung der Beitragszahler und Einkünfte als Diskussionspunkte. "Da geht es um das Renteneintrittsalter, da geht es um die Verbreiterung, wer soll einzahlen. Da geht es um Einkünfte", sagte sie.
Besonders betonte Bas die Einbindung junger Menschen. Nach dem kürzlichen Beschluss des ersten Rentenpakets mit Kanzlermehrheit sei es verständlich, dass die junge Generation Mitsprache fordert. Sie erwartet Vertreter aus der Jungen Gruppe der Union sowie junge SPD-Politiker in der Kommission. Eine Strukturreform müsse allen Generationen gerecht werden, einschließlich Rentnern und denen, die bald in Rente gehen.
Hintergrund ist der Widerstand einiger junger Unionsabgeordneter gegen den Gesetzentwurf, der die Rentenhaltelinie bei 48 Prozent des Durchschnittslohns bis 2031 festschreibt. Sie zweifeln an einer grundlegenden Reform 2026 mit der SPD. Bas forderte Einigkeit: Alle Regierungsparteien müssten aufeinander zugehen und Konflikte früher klären, um aus vergangenen Streitigkeiten zu lernen.