Der bayerische Landwirtschaftsminister Alois Rainer hat gefordert, dass die Landwirtschaft in nationale Sicherheitsübungen einbezogen wird. Er betonte die Rolle der Lebensmittelerzeugung als kritische Infrastruktur. In einem Interview warnte er vor den Folgen eines Ausfalls der Primärproduktion.
Alois Rainer, der bayerische Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten von der CSU, hat in einem Interview mit der 'Bild am Sonntag' die Notwendigkeit hervorgehoben, die Landwirtschaft in Krisenszenarien und Sicherheitsübungen zu berücksichtigen. Er argumentierte, dass die Erzeugung von Lebensmitteln eine essenzielle kritische Infrastruktur darstelle, die geschützt werden müsse.
Rainer verwies auf Übungen der Bundeswehr, wie etwa Szenarien zu einem Anschlag auf die Berliner U-Bahn, und mahnte: «Aber wir dürfen eins nicht vergessen: Wenn die Urproduktion, die Landwirtschaft, nicht mehr funktioniert, wenn wir nicht mehr genügend Futtermittel haben, wenn das Wasser für die Tiere nicht mehr vorhanden ist, dann hätten wir ein größeres Problem.» Er schloss: «Unsere Ernährung würde ausfallen. Deshalb muss die Landwirtschaft definitiv bei den Sicherheitsübungen mitgedacht werden.»
Der Minister unterstrich, dass ein Versagen in der Landwirtschaft weitreichendere Auswirkungen hätte als isolierte Vorfälle in der Infrastruktur. Seine Aussagen richten sich an den Katastrophenschutz und zielen auf eine bessere Integration der Agrarwirtschaft in nationale Sicherheitsplanungen ab. Die Forderung kommt inmitten anhaltender Debatten über Resilienz in der Versorgungskette.