Während sich der Nahostkrieg 2026 hinzieht, sind die Buchungen für Fernreisen in Frankreich drastisch eingebrochen, ohne dass es zu einer nennenswerten Verlagerung auf Inlandsreisen kommt. Dies bedroht die kommende Sommersaison. Reisende wählen stattdessen nahegelegene Ziele oder verschieben ihre Pläne, wie das Beispiel von Annes stornierter Familienreise nach Vietnam zeigt.
Anne hatte bereits im Dezember Flüge von Paris nach Hanoi mit Etihad Airways für die Osterzeit gebucht. Ende März strich die Fluggesellschaft jedoch ihren Hinflug und bot angesichts der eskalierenden Spannungen eine frühere Alternative an. 'Wir wollten nicht riskieren, festzusitzen', sagte sie und entschied sich stattdessen für einen Familienaufenthalt in Frankreich in diesem Sommer.
Das französische Tourismusjahr hatte trotz des wirtschaftlichen Drucks positiv begonnen, doch der Krieg – der sich durch US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran seit dem 28. Februar verschärft hat – hat diese Entwicklung umgekehrt. Die Buchungen für Fernreisen brechen ein, wie Le Figaro am 19. April 2026 berichtete.
Bei den Inlandsreservierungen ist kein entsprechender Anstieg zu verzeichnen, da sowohl französische als auch internationale Reisende mit Buchungen zögern, auf Angebote warten oder Kurzstrecken wie Camping bevorzugen. Dies verschärft die bereits bestehenden Störungen durch Flugannullierungen, Luftraumsperrungen und treibstoffbedingte Preiserhöhungen und gefährdet die für Frankreich so wichtige Sommersaison.