Das kenianische Kabinett hat einen Nationalen Infrastrukturfonds über 5 Billionen Ksh genehmigt, um das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen. Neben einem neuen Staatsfonds für Wohlstand wird er kreative Finanzierungen wie den Verkauf öffentlicher Vermögenswerte und nationale Einsparungen nutzen, um Prioritätsprojekte zu unterstützen. Die Entscheidung folgt dem Versprechen von Präsident Ruto, den Fonds bald zu realisieren.
Am 15. Dezember 2025 erließ das Kabinett eine Verfügung, die den Nationalen Infrastrukturfonds als Gesellschaft mit beschränkter Haftung genehmigt. Er soll als zentrale Triebfeder dienen, um staatliche Finanzressourcen mit nationalen Entwicklungs prioritäten abzustimmen, so die Erklärung. Der Staatsfonds für Wohlstand wurde ebenfalls genehmigt, um die Fiskaldisziplin und die langfristige wirtschaftliche Resilienz durch einen intergenerationellen Sparansatz zu stärken.
Der Infrastrukturfonds wird auf inländische Ressourcen, Verkäufe reifer öffentlicher Vermögenswerte und nationale Einsparungen zurückgreifen und ausländische Investoren über Kapitalmärkte anziehen. Alle Erlöse aus Privatisierungen werden ausschließlich für Infrastrukturinvestitionen verwendet. Der Wohlstands fond schafft einen Rahmen für die Bewältigung von Einnahmen aus Mineralien, Erdöl, Dividenden öffentlicher Investitionen und Teilen der Privatisierungsgewinne.
Zu den Zielprojekten gehören die Stärkung der Lebensmittelsicherheit durch den Bau von 50 Megastaudämmen, 200 Ministaudämmen und über 1.000 Mikrotaudämmen zur Bewässerung zusätzlicher 2,5 Millionen Acres. Im Verkehr werden 2.500 km Autobahnen verbreitert, 28.000 km Straßen asphaltiert und die Standardspur-Bahn bis Malaba verlängert. Ölpipelines werden erweitert, während Häfen und Flughäfen von Mombasa und Lamu aufgerüstet werden. Im Energiebereich plant die Regierung, in sieben Jahren mindestens 10.000 Megawatt hinzuzufügen, unter Nutzung geothermischer, wasserkraftbasierter, solarer, wind- und nuklearer Quellen.
Beide Fonds werden professionell und unabhängig mit strenger Governance verwaltet; der Infrastrukturfonds durch ein wettbewerblich ausgewähltes Vorstandsgremium und CEO, der Wohlstandsfonds unter einem starken Politikrahmen.