Der äthiopische Bildungssektor steht vor schweren Finanzierungsherausforderungen aufgrund von Inflation und rückläufiger ausländischer Hilfe. Ein vorgeschlagener Treuhandfonds soll diese Lücken durch Beiträge von Unternehmen und Pensionsfonds schließen. Er zielt darauf ab, den Zugang und die Infrastruktur zu verbessern, insbesondere in benachteiligten Gebieten.
Das Bildungssystem Äthiopiens leidet unter wirtschaftlichen Druckfaktoren, die die öffentlichen Investitionen geschwächt haben. Die realen Bildungsbudgets sind seit dem Fiskaljahr 2020/21 um ein Drittel gesunken, obwohl die nominalen Ausgaben gestiegen sind. Die Inflation hat den Wert der Gehälter, die fast 90 Prozent der Bildungsfinanzierung ausmachen, in den letzten fünf Jahren um 17 Prozent gemindert. Ein von drei schulpflichtigen Kindern besucht immer noch keine Schule, wobei ländliche und marginalisierte Regionen den Großteil dieser Ungleichheiten tragen. Das Bildungsministerium prüft nun einen neuen Treuhandfonds, um diesen Trends entgegenzuwirken. Dieser Fonds würde Finanzlücken durch Inflation und sinkende ausländische Hilfe adressieren und auf Beiträge von Unternehmen und Pensionssystemen setzen. Die Initiative verspricht eine transparente und bedarfsorientierte Ressourcenzuteilung, um Ungleichheiten bei Schul infrastrukturen und Schülerzugang zu bekämpfen. Indem diese Kernprobleme angegangen werden, könnte der Treuhandfonds die Stabilität eines für die nationale Entwicklung vitalen Sektors wiederherstellen, wobei sein Erfolg von effektiver Umsetzung und breiter Unterstützung der Interessengruppen abhängt.