Das äthiopische Finanzministerium hat ein Memorandum of Understanding mit privaten Gläubigern zur Umstrukturierung seiner 1-Milliarden-Dollar-Eurobond-Schulden ausgesetzt. Die Entscheidung resultiert aus dem Versagen des Abkommens, den Gleichheitsprinzipien der Gläubiger zu entsprechen, was mit Verpflichtungen gegenüber dem Internationalen Währungsfonds kollidiert und Risiken für die makroökonomische Stabilität birgt. Beamte planen neue Gespräche, um faire Schuldenentlastung zu gewährleisten.
Am 2. Juli 2026 (äthiopischer Kalender) hat das äthiopische Finanzministerium ein Memorandum of Understanding zur Umstrukturierung seiner 1-Milliarden-Dollar-Eurobond-Schulden mit einem Komitee privater Gläubiger ausgesetzt. Diese Entscheidung folgte einer Überprüfung durch das Führungskomitee der Regierung und den Internationalen Währungsfonds (IWF), die Unstimmigkeiten im Abkommen hervorhoben. Finanzminister Ahmed Shide erklärte, die Aussetzung sei hauptsächlich auf die Nichteinhaltung des „Gleichheitsprinzips der Gläubiger“ durch das Abkommen zurückzuführen. Das Gläubigerausschuss hatte die Regierung schriftlich darüber informiert, dass das Memorandum nicht mit dem mit anderen kommerziellen Gläubigern verhandelten Rahmen für Schuldenentlastung übereinstimmt. Darüber hinaus widersprach es dem Letter of Intent, das im Juni 2025 mit dem IWF unterzeichnet wurde, und entsprach nicht den Zielen und Benchmarks der wirtschaftlichen Reformen des Fonds. Laut dem Ministerium könnte die Fortsetzung des Abkommens die makroökonomische Stabilität und die Aussichten für wirtschaftliches Wachstum erheblich gefährden. Folglich hat die Regierung beschlossen, frische Verhandlungen mit dem Komitee privater Gläubiger speziell über die Bedingungen der Schuldenfinanzierung zu beginnen. Dieses Vorgehen zielt darauf ab, eine gerechte Schuldenentlastung unter allen Gläubigern zu erreichen und die wirtschaftliche Kapazität des Landes durch eine nachhaltige Lösung zu stärken.