Der Gouverneur der Central Bank of Kenya (CBK), Dr. Kamau Thugge, hat versichert, dass der Schilling trotz globalen Drucks gegenüber dem US-Dollar stabil bleiben wird. Er verwies dabei auf einen Zahlungsbilanzüberschuss von 619 Millionen USD sowie auf starke Reserven. Er äußerte sich optimistisch angesichts des Konflikts im Nahen Osten und der Unsicherheiten in der US-Handelspolitik. Die Gespräche mit dem IWF über ein neues Programm nach dem Auslaufen des vorherigen dauern an.
Gouverneur Thugge gab diese Zusicherung, während er auf Bedenken hinsichtlich externer wirtschaftlicher Belastungen einging, insbesondere auf die US-Handelspolitik, welche die Währungen in Schwellenländern verunsichert. „Wir haben ein deutlich geringeres Exportwachstum berücksichtigt. Wir sind von einem Rückgang der Rücküberweisungen ausgegangen. Wir sind von Tourismuseinnahmen, einem geringeren Wachstum bei den Tourismuseinnahmen ausgegangen“, sagte er und hob den vorsichtigen Ansatz hervor. Dennoch bleibt der Überschuss von 80 Milliarden KES solide, was das Vertrauen stärkt, dass Kenias externe Finanzen die derzeitigen globalen wirtschaftlichen Turbulenzen abfedern können. Thugge merkte an, dass die Devisenreserven bewusst aufgebaut wurden, um gegen solche Schocks gewappnet zu sein. „Wir haben auf diese Art von Schock gewartet. Deshalb haben wir unsere Reserven auf das heutige Niveau aufgebaut“, erklärte er und fügte hinzu, dass die Volatilität des Wechselkurses beherrschbar bleibe. Unabhängig davon verhandelt die CBK mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über ein neues finanziertes Programm, nachdem das vorherige Abkommen über 3,6 Milliarden USD (850 Milliarden KES) im März 2025 ohne vollständige Auszahlung ausgelaufen war. Diese 38-monatige Vereinbarung im Rahmen der erweiterten Kreditfazilität (Extended Credit Facility) und der erweiterten Fondsfazilität (Extended Fund Facility) ist abgelaufen, wodurch Kenia eine Tranche von 110 Milliarden KES (850 Millionen USD) entging. „Was den IWF betrifft, so hatten wir letzten Monat eine IWF-Mission. Wir werden diese Gespräche später in diesem Monat in Washington fortsetzen und hoffen auf positive Ergebnisse“, sagte Thugge. Eine IWF-Mission wird für Anfang 2026 zusammen mit den Konsultationen gemäß Artikel IV erwartet. Die Zusicherung folgt auf die Schwächung des Schillings in der vergangenen Woche am 1. April auf 130,0200 KES pro Dollar aufgrund einer erhöhten Nachfrage von Importeuren nach Fremdwährung.