Kenia droht Shilling-Abschwächung durch wachsende Schuldenbelastung

Laut S&P Global Ratings gehört Kenia zu den afrikanischen Ländern, die unter Schuldenbelastungen leiden, die lokale Währungen schwächen könnten. Die Rückzahlungen externer Schulden auf dem Kontinent sollen 2026 mehr als 90 Milliarden USD überschreiten. Dieser Anstieg könnte den Druck auf den kenianischen Shilling verstärken, der derzeit bei etwa 129 Ksh pro US-Dollar notiert.

Ein kürzlicher Bericht von S&P Global Ratings hebt hervor, dass afrikanische Länder einschließlich Kenia, Ägypten, Angola, Südafrika und Nigeria erhebliche externe Schuldenverpflichtungen haben, die die Nachfrage nach Devisen steigern könnten. Diese Rückzahlungen sollen 2026 mehr als 11,61 Billionen Ksh (90 Milliarden USD) überschreiten, mehr als das Dreifache des Niveaus von 2012. Dieser Anstieg könnte die Reserven aufzehren und Roll-over-Risiken erhöhen. Für Kenia könnte der Bedarf an mehr Dollar für die Schuldenbedienung den Shilling weiter belasten, wobei Experten prognostizieren, dass er sich 134 Ksh pro Dollar annähern könnte. Eine abwertende Währung würde die Importkosten für Essentials wie Treibstoff, Maschinen und Lebensmittel erhöhen und dadurch Inflation sowie höhere Lebenshaltungskosten befeuern. Dennoch hat Kenia Maßnahmen zur Haftungsverwaltung wie Schuldenrückkäufe, Tausch und Laufzeitverlängerungen eingeführt, um Refinanzierungsbelastungen zu mildern. Wichtige bevorstehende Zahlungen umfassen eine Eurobond von 116,11 Milliarden Ksh (900 Millionen USD) fällig im Mai 2027 und eine von 129 Milliarden Ksh (1 Milliarde USD) im Februar 2028. Der Fiskalhaushalt 2025/26 sieht 246 Milliarden Ksh für externe Schuldenbedienung und 851 Milliarden Ksh für inländische Anleihen und Schatzwechsel vor, insgesamt über 1,09 Billionen Ksh. Inländische Fälligkeiten allein könnten zwischen 400 und 600 Milliarden Ksh liegen. Kenias Gesamtschulden beliefen sich im Juni vergangenen Jahres auf 11,8 Billionen Ksh. Experten weisen darauf hin, dass strukturelle Probleme wie hohe Schuldenniveaus und begrenzte Einnahmebasen erhebliche Risiken darstellen, obwohl die durchschnittlichen Souveränratings in der Region durch Reformen und Wirtschaftswachstum leicht gestiegen sind.

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