Kenias Devisenreserven sind um 47,5 Milliarden Kenia-Schilling auf 13,656 Milliarden US-Dollar gefallen, was für eine Importdeckung von 5,8 Monaten ausreicht, wie die kenianische Zentralbank mitteilte. Der Rückgang erfolgt vor dem Hintergrund von Exportstörungen durch den Iran-Krieg und drohenden Treibstoffengpässen. Beamte geben an, dass die Reserven weiterhin die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.
Die Zentralbank von Kenia gab in ihrem am 2. April veröffentlichten wöchentlichen Bulletin bekannt, dass sich die Devisenreserven zum 1. April auf 13.655,70 Millionen US-Dollar beliefen, nach 14,02 Milliarden US-Dollar in der Vorwoche.
Der am 28. Februar begonnene Iran-Krieg hat die Tee- und Fleischexporte in den Nahen Osten zum Erliegen gebracht; Lieferungen sitzen im Hafen von Mombasa fest. Den Teebauern entstehen dadurch geschätzte Verluste von 1 Milliarde Kenia-Schilling pro Woche.
Kenia wartet auf Treibstoffimporte aus dem Nahen Osten, wobei die Regierung auf einer 16-tägigen Treibstoffreserve besteht. Eine Öllieferung wird für nächste Woche erwartet, doch viele Tankstellen horten angesichts der Ungewissheit bereits Treibstoff.
Die Reserven liegen weiterhin über dem gesetzlichen Minimum von 4 Monaten Importdeckung. Sie dienen dazu, internationale Schuldenverpflichtungen zu erfüllen und den kenianischen Schilling bei Volatilität zu stabilisieren.