Präsident William Ruto hat Regierungsmaßnahmen angekündigt, um die Kenianer vor den Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Treibstoffversorgung zu schützen. Er hob ein zwischenstaatliches Treibstoffbeschaffungsabkommen hervor, das Preisschocks abfedert, sowie ausreichende Düngemittelvorräte bis September. Er verwies zudem auf das Wachstum im Teesektor und bei den Hafenaktivitäten.
Präsident William Ruto hielt am Montag, den 30. März, ein umfassendes Treffen mit den Ministerien für Energie, Landwirtschaft und Handel, dem Nationalen Schatzamt, der Zentralbank von Kenia sowie Vertretern des Privatsektors ab, um die Auswirkungen des andauernden Iran-Israel/USA-Konflikts zu bewerten. Dieser befindet sich nun im 29. Tag und beeinträchtigt die Ölversorgung an der Straße von Hormus, über die 21 Prozent des weltweiten Öls abgewickelt werden.
In Bezug auf Treibstoff erklärte Ruto, dass die zwischenstaatliche Beschaffungsvereinbarung die Kenianer vor plötzlichen Preisschocks geschützt habe. "Die zwischenstaatliche Treibstoffbeschaffungsvereinbarung hat die Kenianer vor unmittelbaren Schocks bewahrt. Diese strategische Intervention hat Preisanstiege gemildert, die Versorgungssicherheit gewährleistet und sich als sowohl umsichtig als auch zukunftsorientiert erwiesen", so der Präsident. Das Energieministerium und das Nationale Schatzamt werden weitere Maßnahmen einleiten, falls die internationalen Preise weiter steigen sollten.
Für die Ernährungssicherheit sind die Düngemittelvorräte bis September ausreichend, um die aktuelle Regenzeit abzudecken. "Was Düngemittel betrifft, möchte ich der Nation versichern, dass keine Störungen zu erwarten sind. Wir verfügen über ausreichende Vorräte, um die aktuelle Regenzeit bis September dieses Jahres zu unterstützen", versicherte Ruto.
Kenyas Teesektor hat trotz anfänglicher Bedenken ein Wachstum von 6 Prozent verzeichnet, während die Häfen von Mombasa und Lamu einen Anstieg des Frachtaufkommens aufweisen, wobei Lamu über 4.000 hochwertige Kraftfahrzeuge für die Märkte am Persischen Golf abfertigte. Fleischexporte stehen jedoch vor logistischen Herausforderungen, was die Ministerien für Handel und Landwirtschaft dazu veranlasst hat, nach Alternativen zu suchen. Die Regierung wird die Situation weiterhin genau beobachten.