Kenianische Interessenvertreter aus der Verkehrsbranche haben die Regierung aufgefordert, die Dieselpreise auf 140 KES und die Benzinpreise auf 150 KES pro Liter zu deckeln und die Treibstoffsubventionen angesichts der jüngsten Preiserhöhungen wieder einzuführen. Das Transport Sector Forum, angeführt von der Motorist Association of Kenya (MAK), stellte dieses Ultimatum nach einem Notfalltreffen heute in Nairobi und drohte für den Fall einer Missachtung mit Massenprotesten.
Kenianische Verkehrsverbände, darunter Matatu-Besitzer, Lkw-Unternehmer, Boda-Boda-Fahrer und Frachtspediteure, trafen sich heute in Nairobi und legten eine Liste mit Forderungen vor. In einer gemeinsamen Erklärung schlugen sie vor, die National Oil Corporation of Kenya (NOCK) als alleinigen Abwickler für alle staatlichen Treibstoffabkommen (G-to-G) zu bestimmen. „Diese Maßnahme ist entscheidend, um unsere Mitglieder vor künstlichen Engpässen zu schützen, Treibstoffverfälschungen zu bekämpfen und andere Formen der auf dem Markt verbreiteten Ausbeutung zu beseitigen“, hieß es in der Erklärung.
Die Gruppen forderten zudem die sofortige Wiedereinführung von Treibstoffsubventionen unter Verwendung von Rücklagen sowie die Abschaffung der monatlichen Preisüberprüfungen durch die Energy and Petroleum Regulatory Authority (EPRA). Sie wünschen sich eine Rückkehr zum Modell der Energy Regulatory Commission (ERC), das eine wissenschaftliche Formel anwandte und die Interessenvertreter in den Prozess einbezog.
Die steigenden Treibstoffkosten setzen den Sektor unter Druck und treiben die Preise für Reifen, Schmiermittel und Ersatzteile in die Höhe. „Das derzeitige volatile Treibstoffpreissystem hat dem Verkehrssektor enorme Verluste zugefügt, was insbesondere Akteure trifft, die auf frühe Preisangebote für ihre Dienstleistungen angewiesen sind“, betonten sie. Das Forum beantragte ein dringendes Treffen mit dem Kabinettssekretär für Energie und Erdöl, Opiyo Wandayi, sowie eine Ankündigungsfrist von mindestens drei Monaten vor jeder künftigen Preiserhöhung.