Der Taxpayers Association of Kenya hat Matatu-Betreiber davor gewarnt, die Fahrpreise stärker anzuheben, als es durch die jüngsten Kraftstoffpreiserhöhungen gerechtfertigt ist. Die Stellungnahme folgt auf öffentliche Proteste, nachdem Betreiber die Fahrpreise um mehr als 25 Prozent erhöht hatten. Die Gruppe legte Berechnungen vor, die zeigen, dass die Betreiber übermäßige Gewinne erzielen.
Der Taxpayers Association of Kenya wandte sich am Montag, dem 20. April 2026, an die Medien und forderte die Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel (PSV) dazu auf, die Fahrpreise nicht über ein vertretbares Maß hinaus zu erhöhen. „Dies ist unangebracht, und wir sollten nicht weiterhin die Kenianer am hellichten Tag ausrauben. Daher rufen wir alle Verbände dazu auf, dies zu berücksichtigen, ungeachtet der wirtschaftlichen Herausforderungen, die mit den Kraftstoffpreisschocks einhergehen“, erklärten sie. Am Beispiel der 160 Kilometer langen Strecke Nairobi-Nakuru zeigte die Vereinigung auf, dass ein 14-sitziger Diesel-Matatu für eine 320 Kilometer lange Hin- und Rückfahrt etwa 32 Liter Diesel verbraucht, basierend auf einer Effizienz von 10 Kilometern pro Liter. Die Dieselpreise stiegen um 18,35 KSh pro Liter von 178 KSh auf 196,63 KSh, was die Treibstoffkosten um etwa 587 KSh pro Rundfahrt erhöhte. Dennoch haben einige Betreiber die Fahrpreise um bis zu 300 KSh pro Fahrgast angehoben, was bei 14 Passagieren zusätzliche Einnahmen von 4.200 KSh generiert und damit die zusätzlichen Treibstoffkosten bei weitem übersteigt. „Wenn man die Mathematik richtig anstellt, machen Matatus exorbitante Gewinne, und als Steuerzahlerverband sind wir der Meinung, dass dies nicht gefördert werden sollte“, fügten sie hinzu. Dies geschah, nachdem die Energy and Petroleum Regulatory Authority (EPRA) die Dieselpreise zunächst um über 40 KSh angehoben hatte, was später nach einer Senkung der Kraftstoffsteuer von 13 auf 8 Prozent korrigiert wurde – die Betreiber senkten ihre Preise jedoch nicht. Die Vereinigung stellte zudem in Frage, warum Betreiber von Elektrobussen die Fahrpreise erhöht haben, obwohl sie von den Dieselpreisänderungen nicht direkt betroffen sind. Die Gruppe forderte die Matatu-Saccos auf, die Preiserhöhungen öffentlich mit Daten zu den Kraftstoffkosten zu rechtfertigen, und warnte davor, dass ein Scheitern der Selbstregulierung behördliche Maßnahmen nach sich ziehen könnte. „Betreiber sollten die Fahrpreise nur im Rahmen der Deckungsspanne anpassen, nicht darüber hinaus“, hieß es.